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NOZ: Frauenministerin Giffey: In Deutschland wirken noch immer Männernetzwerke

Osnabrück (ots) - Frauenministerin Giffey: In Deutschland wirken noch immer Männernetzwerke

Kritik an "Rollback in alte Zeiten" - 100 Jahre Frauenwahlrecht als "Meilenstein" gewürdigt

Osnabrück. Bundesfrauenministerin Franziska Giffey ( SPD) hat die Frauenförderung in Frankreich als vorbildlich gelobt. "Ich finde die Klarheit und Zielstrebigkeit, mit der die Franzosen dieses Thema angehen, einfach klasse", sagte Giffey im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie will das Parité-Gesetz der Nachbarn prüfen , wonach nicht paritätisch besetzte Wahllisten zurückgewiesen werden. "Wir müssen überlegen, was auf Deutschland übertragbar wäre und was nicht", sagte sie. In Deutschland gebe es dagegen "eine Art Rollback in alte Zeiten". Seit Oktober 2017 betrage der Frauenanteil im Bundestag nur 30,9 Prozent. Damit gehörten derzeit genauso wenig Frauen dem Parlament an wie vor 20 Jahren. "Das ist nicht gut", bemängelte Giffey. Sehr viele Frauen scheiterten immer noch an unflexiblen Strukturen, an veralteten Rollenzuschreibungen und auch an Männernetzwerken. "Mit einer konsequenten Quotenregelung in einer Partei kann da manches aufgebrochen werden", betonte die Ministerin. Dass es in Deutschland am 12. November 100 Jahre das Frauenwahlrecht gibt, würdigte Giffey als "ersten Schritt zur Gleichberechtigung" und "Meilenstein in der Geschichte der Demokratie". Es bleibe "aber noch einiges zu tun, etwa gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder die Aufwertung der sozialen Berufe", erklärte Giffey. Das Motto ihres Ministeriums für die Kampagne zum 100. Jahrestag heiße deshalb auch "Streiten für gleiche Rechte - Wofür streitest Du?".

Familienministerin Giffey: Auf Debattencamp kein Streit um Posten und Personen

"Die SPD regiert und muss das auch herausstellen" - SPD-Politikern mahnt Tatkraft an

Osnabrück. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ihre Partei vor dem "Debattencamp" an diesem Wochenende vor Streit über eine Neubesetzung an der Parteispitze gewarnt. "Wir sollten aufhören, über Personen und Posten zu diskutieren", sagte Giffey der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Sozialdemokraten sollten sich auf die Arbeit konzentrieren und "gemeinsam anpacken - mit Zuversicht und Tatkraft". Vom "Debattencamp" erwarte sie Impulse auch von außen. Ihre Partei forderte sie auf, die eigenen Leistungen stärker herauszustellen. "Ja, die SPD regiert", erklärte Giffey und verwies auf unter anderem auf das Gute-Kita-Gesetz und das Starke-Familien-Gesetz sowie die Verbesserungen für Rentner und Mieter.

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