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04.12.2013 – 05:30

Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Nachricht zu rechter Gewalt

Osnabrück (ots)

Sicherheitsbehörden entdecken Hinweise auf rechte Motive bei 746 versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten

3300 ungeklärte Fälle auf mögliche Tatmotive überprüft - BKA übermittelt Daten an Polizei

Osnabrück.- Weit mehr Todesopfer als bislang bekannt könnten auf das Konto rechter Gewalttäter in Deutschland gehen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) unter Berufung auf eine Untersuchung von Bundeskriminalamt und Landespolizeibehörden. Demnach seien bei der Überprüfung von 3300 bislang ungeklärten versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten ohne Verdächtige in 746 Fällen Anhaltspunkte "für eine mögliche politische rechte Tatmotivation" entdeckt worden, zitiert das Blatt einen Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die bislang ungelösten Verbrechen mit insgesamt 849 Opfern sollen nun von den Polizeibehörden der Länder noch einmal unter die Lupe genommen werden.

Wie die "Neue OZ" berichtet, stammen die Fälle aus den Jahren 1990 bis 2011. Sie seien mithilfe eines speziell entwickelten Indikatorenkataloges herausgefiltert und "als relevant erachtet" worden, sagte der Ministeriumssprecher dem Blatt. Das Bundeskriminalamt habe die Ergebnisse übermittelt bekommen und sei nach einem umfangreichen Datenabgleich derzeit damit beschäftigt, die Ergebnisse für den Rückversand an die Länder aufzuarbeiten. Hier würden dann mögliche neue Ermittlungsansätze verfolgt.

Für das zweite Quartal 2014 kündigte der Sprecher laut "Neuer OZ" eine Überprüfung an, ob auch weitere ungeklärte Verbrechen noch einmal durchleuchtet werden. Dies könnten beispielsweise Banküberfälle oder aber Sprengstoffanschläge sein.

Die Überprüfung der Tötungsdelikte war nach Bekanntwerden der NSU-Mordserie in die Wege geleitet worden. Der rechtsextremen Terrorvereinigung aus Jena werden insgesamt zehn Morde zur Last gelegt. Die offizielle Statistik der Bundesregierung nennt knapp 60 Morde mit rechtsextremem Hintergrund. An dieser Zahl war in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik laut geworden.

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