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Neue OZ: Kommentar zu Papstreise nach Mexiko und Kuba

Osnabrück (ots) - Eine der wichtigsten Reisen

Papst Benedikt XVI. ist gestern zu seiner wohl wichtigsten und längsten Auslandsreise in diesem Jahr aufgebrochen. Hohe Erwartungen richten sich an die Besuche des Kirchenoberhaupts in Mexiko und Kuba. Beide Länder sind seit langer Zeit geprägt von einem recht schwierigen Verhältnis von Staat und Kirche. Und in beiden Ländern ist es um die Menschenrechte schlecht bestellt. Zuerst zielt der Besuch Benedikts XVI. zwar auf die Seelsorge ab, doch von politischen Fragen wird die sechstägige Lateinamerika-Reise nicht zu trennen sein.

In Mexiko werden Hunderttausende zu den Gottesdiensten strömen, sodass Fernsehbilder von den Massenereignissen die Berichterstattung prägen werden. Bei den öffentlichen Auftritten erwarten die leidgeprüften Mexikaner vom Papst vor allem klare Worte zum blutigen Drogenkrieg, in dem während der vergangenen Jahre bereits rund 50 000 Zivilisten gestorben sind. Noch steht Benedikt XVI. im Ansehen der Bevölkerung ganz im Schatten seines immer noch populären Vorgängers Johannes Paul II.

Den Aufenthalt im sozialistischen Kuba kann man schon jetzt als historisch bezeichnen - unabhängig davon, ob der fast 85-jährige Benedikt XVI. den fast gleichaltrigen Fidel Castro trifft. Sollte das Kirchenoberhaupt auch nur ein wenig mehr Demokratie auf der Insel erreichen können, hätten sich die Strapazen dieser zweifellos beschwerlichen Reise gelohnt.

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