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Neue OZ: Kommentar zu Kate und William

Osnabrück (ots) - Royaler Glücksfall

Ein Kuss geht um die Welt. Gemessen an der Zahl der Fernsehzuschauer, zählt die Traumhochzeit von Kate und William zu den großen Ereignissen der Geschichte. Das kann angesichts von Kriegen und Atomkatastrophen verstören. Aber auch Romantik und Liebe bewegen von jeher die Menschen.

Die oft totgesagte britische Monarchie hat gestern eine Sternstunde erlebt. Hollywood wird die Massen niemals so verzaubern wie die bürgerliche Kate, die sich ihren Prinzen geangelt hat. Denn es ist keine Traumwelt, die sich hier zeigte. In der Westminster Abbey ist Wirklichkeit geworden, wovon viele träumen.

Für Premier Cameron ist der Trubel um die Hochzeit der Superlative ein Glücksfall, lenkt er doch die Untertanen von Wirtschaftsflaute, Schuldenberg und rigorosem Sparpaket ab. Auch wenn man sie als fragwürdige Inszenierung verstehen kann, verhilft hier Poesie der Politik zu einer kurzen Verschnaufpause. Zuversicht ist in Krisenzeiten gefragt. Das strahlen Kate und William aus.

Die beiden haben genug Noblesse und Charakter, um die Monarchie in der britischen Seele wieder zu festigen. Sie zeigen keine Hochnäsigkeit, sondern wirken erfrischend normal. Kate und William sind die royalen Hoffnungsträger. Prinz Charles steht nur noch auf dem Papier als Thronanwärter. Das junge Paar wirkt bereits königlich.

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