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Neue OZ: Kommentar zu Libyen
Konflikte
USA

Osnabrück (ots) - Engagement verstärken

Die US-Regierung von Friedensnobelpreisträger Obama wird immer tiefer in den Libyen-Krieg hineingezogen. Nach Kampfjets und Raketen schickt das Pentagon nun Drohnen an die Front. Müssen bald auch Bodentruppen folgen, wenn der Diktator nicht einlenkt?

Obama wird dies unter allen Umständen vermeiden wollen, um Verluste in den eigenen Reihen möglichst gering zu halten. Zudem: Truppen in die Wüste zu schicken ist leichter und schneller getan, als sie dort wieder herauszuholen. Siehe Irak oder Afghanistan. Dennoch wäre es ein fataler Fehler, die Oppositionellen den Angriffen der Gaddafi-Truppen schutzlos zu überlassen. Vielmehr sollte die NATO insgesamt ihr Engagement verstärken.

Das Militärbündnis hat vor mehr als vier Wochen in den Krieg eingegriffen, um den Sturm der damals letzten Rebellenhochburg zu stoppen. Es galt, ein Massaker zu verhindern. Jetzt muss das Angefangene zum guten Ende geführt werden. Dabei hat die Diplomatie stets Priorität.

Sollte der Diktator zurücktreten, könnten Friedensgespräche zwischen den verfeindeten Gruppen stattfinden und mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Bis dahin bleibt aber keine Wahl, als die Rebellen militärisch zu stärken und Gaddafis Truppen aus der Luft zu schwächen. Die Soldaten des Diktators haben bereits erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Weitere werden folgen, wenn nicht endlich bei Gaddafis wichtigsten Anhängern die Vernunft siegt.

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