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Neue OZ: Kommentar zu Gesellschaft
Bevölkerung

Osnabrück (ots) - Mehr Mitspieler, mehr Teamgeist

Es gibt zig Gründe, die deutsche Nationalmannschaft für ihren grandiosen Auftritt bei der Fußball-WM zu loben. Einer davon ist, dass die Spieler Deutschland ein sympathisches, junges, irgendwie hübsches Image verpasst haben. Und das lag nicht nur an den 16 Toren, die sie geschossen haben. Es lag auch daran, dass der frische Kader eine kulturelle Vielfalt widerspiegelt, die dem Land gut zu Gesicht steht. Özil, Podolski, Boateng - auf dem Fußballfeld haben Integration und Teamgeist hervorragend funktioniert.

Spieltechnisch gesehen, kann der Alltag in Deutschland mit diesem Vorbild leider noch nicht mithalten. Das Team Deutschland hat zwar immer mehr internationale Mitspieler: Ein Fünftel der Menschen, die hier leben, hat einen Migrationshintergrund. Anders als in der erfolgreichen Nationalelf bekommen die Menschen aber viel zu selten die Chance, wirklich am Spiel teilzunehmen.

Viele gelangen früh ins Abseits: Auf das Gymnasium schaffen es nur wenige Migrantenkinder, selten sitzen sie später in Führungspositionen. Ausländische Abschlüsse werden nur unter schwierigsten Bedingungen anerkannt. Es ist sehr schwer, damit zum guten Spielmacher zu werden. Vielleicht wird Deutschland 2014 Weltmeister. Vielleicht hat der Vorbildcharakter der Nationalelf bis dahin auch mehr Teamgeist in den Alltag gebracht?

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