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Neue OZ: Kommentar zu Tourismus
Schifffahrt

Osnabrück (ots) - Genug Fahrt auch für schwere See?

Traumschiffe sind in. Das zeigen die vielen Kreuzfahrtriesen, die mit dem Start der Saison jetzt wieder die Seehäfen anlaufen und Tausende mit auf eine Traumreise nehmen. Nach einem Wellental im Zuge der Wirtschaftskrise schwimmen die großen Pötte wieder obenauf. Ob sie genug Wasser unter dem Kiel haben, auch in der nächsten schweren See zu bestehen, wird sich zeigen.

Erst einmal starten die bundesdeutschen Seehäfen in eine aussichtsreiche Saison, nicht nur die Rostocker verweisen auf gute Perspektiven. Ähnliche Aussichten lieferten in den letzten Tagen auch ihre Kollegen in Kiel, wo bis zum Saisonende im Herbst 300 000 Gäste in See stechen.

Aber was für die Tourismusbranche, Häfen und Zulieferer, Tausende Schaulustige und die Reisenden selbst positiv ist, lässt die Schiffbaubranche nicht unbedingt ruhig schlafen. Denn die Reedereien knausern im Moment mit Aufträgen für Schiffsneubauten, weil sie die Rieseninvestitionen für Passagierdampfer scheuen. Die Meyer Werft in Papenburg hat vor Kurzem Kurzarbeit für ihre Konstruktionsbüros angekündigt. Zwar ist der Betrieb mit Neubauten bis 2012 ausgelastet, aber es fehlen eben die Folgeaufträge. Und die Konkurrenz in Asien schläft nicht. Meyer setzt seit Jahrzehnten auf Qualität. Dieser Weg ist richtig und muss konsequent weiterverfolgt werden.

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