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Neue OZ: Kommentar zu Bundestag
Untersuchungsausschuss
Gorleben

Osnabrück (ots) - Mühsames Unterfangen

Das wird ein mühsames Unterfangen: 33 Jahre nach der Entscheidung, den Salzstock Gorleben für ein Atomendlager zu erkunden, soll ein Untersuchungsausschuss die Hintergründe dieser Standortwahl klären und ermitteln, ob in der Folge Sicherheitsbedenken "wegmanipuliert" worden sind. Wie schwierig es ist, Sachverhalte nach so langer Zeit aufzuhellen, erweist sich gerade im Asse-Ausschuss des Niedersächsischen Landtages. Viele der entscheidenden Akteure von damals sind nicht mehr verfügbar oder ohne detaillierte Erinnerung; Nachweise allein anhand verstaubter Akten zu führen ist kompliziert.

Allerdings: Die Ursache dafür, dass es 1977 einen Schwenk in der Standortsuche gab, stellt kein Geheimnis dar. Der von der damaligen SPD-geführten Bundesregierung ins Auge gefasste Salzstock Wahn im "schwarzen" Emsland war "verbrannt"; die CDU-dominierte Landesregierung konterte mit der Benennung des entlegenen Dorfes Gorleben.

Was es im Zuge dessen auch immer an Ungereimtheiten gegeben haben mag: Von ausschlaggebender Bedeutung ist letztendlich die Sicherheit. Wenn Gorleben sich allen Unkenrufen zum Trotz als geeignet erweist, warum sollte es dann nicht als Endlager dienen? Im anderen Fall muss eine Alternative her - ob das Bayern und Baden-Württemberg schmeckt oder nicht.

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