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Neue OZ: Kommentar zu Elterngeld

Osnabrück (ots)

Nur ein laues Lüftchen
Vieles ist wünschenswert, aber nicht alles machbar - schon gar 
nicht in Zeiten beispielloser staatlicher Neuverschuldung und 
schwacher Konjunktur. So gesehen, handelt Finanzminister Schäuble 
vollkommen richtig, wenn er die Pläne für eine Ausweitung des 
Elterngeldes erst einmal auf Eis legt. Als seriöser Kassenwart kann 
er gar nicht anders. Denn von 2011 an müssen allein zur Einhaltung 
der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse pro Jahr zehn 
Milliarden Euro gespart werden.
Zwar wird das Elterngeld zu Recht als segensreich gepriesen. Es 
verbessert die Bedingungen für junge Familien deutlich und stellt im 
geburtenschwachen Deutschland eine wichtige Zukunftsinvestition dar. 
Doch ist auch die Frage erlaubt, ob die seit Anfang 2007 bestehende 
Regelung vordringlich nachgebessert werden muss. Immerhin greift 
Vater Staat den Eltern schon jetzt kräftig unter die Arme. Bis zu 14 
Monate lang können Väter und Mütter maximal 1800 Euro im Monat 
erhalten - eine stattliche Hilfe, von der vorherige Generationen nur 
träumen konnten.
Fest steht indessen auch: Der Streit ums Elterngeld ist nur ein 
laues Lüftchen im Vergleich zu den Stürmen, die nach der Wahl in 
Nordrhein-Westfalen zu erwarten sind. Man muss kein Prophet sein, um 
erbitterte Verteilungskämpfe vorherzusehen, in denen auch 
Familienleistungen auf den Prüfstand kommen werden.

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Telefon: 0541/310 207

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