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Neue OZ: Kommentar Afghanistan
Konflikte
Bundeswehr

Osnabrück (ots)

Niederlage droht
In Afghanistan haben alle verloren, die Briten im 19., die Russen 
im 20. Jahrhundert. Und derzeit deutet vieles darauf hin, dass USA, 
UNO und EU den zermürbenden Guerillakrieg mit Taliban und Kaida nicht
gewinnen werden. Auf der Londoner Konferenz soll zwar eine "neue 
Strategie" beschlossen werden, wie Kanzlerin Merkel erklärt. Doch das
machen die NATO-Staaten seit Ende 2001 fast jährlich.
Stets wurde eine "Kehrtwende" beschworen. Und noch öfter von 
Berlin mehr Polizeiausbilder versprochen. Selbst der neue 
Außenminister Westerwelle scheut sich nicht, den Verbündeten im fast 
gleichen Wortlaut seiner Amtsvorgänger abermals ein paar mehr 
Polizeitrainer anzubieten. Gehalten hat Deutschland sein Versprechen 
de facto jedoch nie. So wie Italien beim Entwickeln einer Justiz, 
Großbritannien bei der Drogenbekämpfung und die UNO beim zivilen 
Aufbau versagten, so sträflich wurde die Aufgabe Afghanistan 
insgesamt unterschätzt. Die Taliban sind so stark, weil die 
westlichen Regierungen erschreckend schwach sind.
Die Selbsttäuschung vom schnellen Krieg und billigen Frieden hat 
zumindest Washington erkannt. US-Präsident Obama stockt nun massiv 
auf, bei Kampftruppen, Zahl der Ausbilder und Hilfsgeldern. Im 
Prinzip richtig. Nur: Die Zeit droht zum Verbündeten der Taliban zu 
werden. Denn nicht allein in Deutschland, auch in anderen 
NATO-Ländern stehen die Signale auf Rückzug.

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