Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Daimler

    Osnabrück (ots) - Probleme bleiben

    Scheibchenweise versucht Daimler, den Anschein von Gesundung zu erwecken. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass bessere Zahlen im Umlauf sind oder zumindest Gerüchte darüber. Und wenn nicht das, dann zumindest Meldungen über Innovationen und Investitionen.

    Aber nicht immer ist das alles so gravierend, wie es zunächst scheint. So klingt das jetzige Ausgabenpaket von drei Milliarden Euro nach viel - ist es aber nur bedingt, wenn man es im Verhältnis zum Umsatz sieht. Dann schrumpft das ehrgeizig scheinende Paket zu eher gewöhnlichen Ausbau- und Modernisierungskosten zusammen.

    Gleichwohl: Die Ziele der Investitionen sind richtig. In Rastatt sollen Elektro-A-Klassen vom Band laufen. Und der Werksbau in Ungarn wird wegen niedriger Löhne die Margen stärken. Steigt dann im Einklang mit der Konjunktur die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen, könnte der Konzern schnell wieder ordentlich dastehen - wenn das Wörtchen wenn nicht wär.

    Denn eine Reihe Probleme bleibt bestehen. Da ist das Image, das zuletzt arg gelitten hat. Da ist Konkurrent Audi, der die Marke mit dem Stern 2010 auf dem Weltmarkt überholen dürfte. Da ist die Gewinnspanne, die bei den verstärkt verkauften Kleinwagen erheblich unter denen der Luxusklasse liegt. Und da ist die Tatsache, dass Daimler zwar erfreulicherweise den im Größenwahn geschlossenen Bund mit Chrysler gelöst hat - aber alleine dennoch zu klein sein könnte, um auf Dauer zu bestehen.

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