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Neue OZ: Kommentar zu Koalitionsverhandlungen
Pflegevorsorge

Osnabrück (ots)

Lasten gerecht verteilen
Das ist schon desillusionierend: Mehr netto vom brutto war 
versprochen. Doch wachsen die Zweifel, dass der schwarz-gelben 
Koalition Bemerkenswertes gelingt. Zwar sind (kleine) steuerliche 
Entlastungen geplant. Zugleich drohen nun aber neue Belastungen - 
durch höhere Beiträge für die Pflegeversicherung.
Richtig ist: Die Koalition muss handeln. Denn auch wenn die 
Pflegekasse aktuell einen Überschuss verzeichnet, auf die Dauer ist 
sie unterfinanziert, weil die Zahl der Pflegebedürftigen drastisch 
steigen wird: von zur Zeit zwei Milllionen auf wahrscheinlich etwa 
2,6 Millionen im Jahr 2020 und möglicherweise über drei Millionen im 
Jahr 2030.
Völlig klar, ohne höhere Einnahmen können die wachsenden Kosten 
nicht gedeckt werden. Die Frage ist aber, ob eine sozial 
ausgeglichene Finanzierung gelingt. Allein die Arbeitnehmer 
zusätzlich zu belasten, erscheint schon angesichts der finanziellen 
Dimension problematisch. Hinzu kommt, dass die Beschäftigten bereits 
Vorleistungen erbracht haben, unter anderem durch den Verzicht auf 
einen Feiertag.
Fazit: Es ist richtig, die Pflegevorsorge zu verstärken. Auch an 
einem Kapitalstock gibt es nichts auszusetzen. Das Geld sollte aber 
zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingezahlt 
werden, um die Pflegeversicherung auf eine möglichst breite und feste
Basis zu stellen.

Pressekontakt:

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Telefon: 0541/310 207

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