Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Kriminalität
Kinderpornografie

    Osnabrück (ots) - Dramatische Entwicklung

    Der Erfolg der Kasseler Ermittler gegen ein bundesweites Netzwerk von Pädophilen wirft ein Schlaglicht auf die dramatische Entwicklung der Kinderpornografie. Das abscheuliche Geschäft mit hilflosen Kindern und Babys wächst auch in Deutschland rasant. Bilder und Filme, auf denen die jungen Opfer erniedrigt und missbraucht werden, breiten sich wie ein Virus aus. Ein Multi-Millionenmarkt, der sich nicht mehr nur auf das Internet stützt. Auch via Handy tauschen skrupellose Geschäftemacher und deren Kundschaft im großen Stil Fotos und Videos aus - wie der jüngste Fall belegt.

    Die gute Nachricht: Deutschland und die EU kämpfen mit Verve dafür, Kinderschändern das Handwerk zu legen. Die Zahl der Spezialisten in den deutschen Landeskriminalämtern wächst stetig, auf EU-Ebene soll Europol zur Informationsplattform ausgebaut werden. Wichtig ist zudem der Vorstoß von Familienministerin von der Leyen, Internetanbietern möglichst im internationalen Konzert Zugriffssperren für fragwürdige Seiten vorzuschreiben. Neun Länder haben diese Filter bereits eingeführt - mit beachtlichem Erfolg.

    Jenseits staatlichen Drucks ist aber auch der Einzelne gefragt. Nach Angaben des Kinderschutzbundes geschehen vier von fünf Missbrauchsfällen im familiären Umfeld. Hier sind Nachbarn und Bekannte, Lehrer und Erzieher gefordert, in Zweifelsfällen nicht wegzusehen.

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