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Neue OZ: Kommentar zu Landtag
Sanierung

    Osnabrück (ots) - Radikallösung

    Wenn nicht jetzt, wann dann? Schon seit x Jahren gibt es Pläne, den maroden Gebäudekomplex des niedersächsischen Landtages zu sanieren und neu zu gestalten. Doch immer zuckten die Politiker aus Kostengründen zurück - bis jetzt, wo sich die Finanznot deutlich gemildert, aber der Sanierungsdruck noch kräftig gesteigert hat.

    Völlig außer Zweifel steht die Notwendigkeit, das altehrwürdige Leineschloss mit seinen undichten Fenstern und gefährlich bröckelnden Baukonstruktionen instand zu setzen. Ein weiterer Aufschub würde alles noch mehr verteuern und wäre auch unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung äußerst bedenklich. Kaum anders verhält es sich beim Plenarbereich, der 1962 als Betonklotz an die einstige Königsresidenz angepappt worden ist. Mit dem fensterlosen und klimatechnisch verkorksten Sitzungssaal stellt er für alle Nutzer eine Zumutung dar.

    Die Frage ist nur: Umbau oder Neubau? Vieles spricht für eine Radikallösung, denn eine Umgestaltung in der Substanz ist ebenfalls kostenträchtig - und sie bliebe Stückwerk. Doch so überzeugend das Konzept mit Abriss des alten und Bau eines neuen Plenartrakts auch wirkt: Jede Form von Luxus oder Kinkerlitzchen wie Sauna und Fitnessstudio à la Bundestag verbieten sich bei diesem Projekt. Das brächte die Bürger in Rage.

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