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Ethik und die digitale Revolution

Lässt sich der technologische Fortschritt noch beeinflussen, eine intelligente Maschine noch kontrollieren? Oder wird diese zu "einer Blackbox, der man glauben muss"? Sind Informatik und Wirtschaft offen für ethische Debatten? Armin Grunwald beantwortet diese und weitere Fragen in einem Interview des Handelsblatts vom 07. Juni 2018.

Professor Grunwald ist Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung, das im Nomos Verlag die Reihe "Gesellschaft - Technik - Umwelt" (https://bit.ly/2Kj8t0t) veröffentlicht. Im Interview mit dem Handelsblatt konstatiert er, dass der Mensch in einigen Bereichen bereits die Kontrolle über die Technologie verloren hat. Er fordert deshalb "ethische Leitplanken".

Die europäische Datenschutzgrundverordnung ist eine solche. Deren Inkrafttreten zeigt, dass man verstanden hat, dass der Umgang mit Daten eine öffentliche Aufgabe ist. Gesellschaftliche Werte sollten hier an erster Stelle stehen - nicht der Markt.

Doch die Angst vor der digitalen Revolution und dem damit einhergehenden Kontrollverlust sei trotz solchen Regelungen nicht unbegründet. Grunwald warnt davor, dass neue Technologien zu "einer Blackbox werden, der man glauben muss." Hierfür sei es wichtig, die Informatik und Wirtschaft ethisch zu sensibilisieren. Zumindest erstere stehe dem auch offen gegenüber. Es sei auch Aufgabe der Regierung "Strukturen und Halt" zu geben, damit die Gesellschaft besser auf die ungewisse, digitale Zukunft vorbereitet ist.

Das gesamte Interview ist hier nachzulesen: https://bit.ly/2KnaTI0.



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