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14.03.2007 – 07:48

Österreichische Post AG

euro adhoc: Österreichische Post AG
Geschäftszahlen/Bilanz
Österreichische Post: Konzernjahresabschluss 2006: Steigerung im Umsatz und Ergebnis

--------------------------------------------------------------------------------   Ad hoc-Mitteilung übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer   europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt ist der Emittent verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------------

Jahresgeschäftsbericht

14.03.2007

- Umsatz um 2,1% erhöht; Anstieg in allen Divisionen - Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) +19,7%; Ergebnis vor  Steuern +29,3% - Dividendenvorschlag: 70 Mio EUR (+75% zum Vorjahr) - Nettoergebnis: 1,43 EUR pro Aktie - Ausblick 2007: Erhöhter Umsatz durch Konsolidierung von trans-o-flex und Anstieg im EBIT um 20% bis 25% erwartet.

2006 war für die Österreichische Post ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr. Die Highlights neben der erfreulichen Geschäftsentwicklung waren der Börsegang, den die Post als erst drittes europäisches Postunternehmen mit großem Erfolg absolvierte und zuletzt die erfolgreiche, mehrheitliche Übernahme des deutschen Logistikunternehmens trans-o-flex - ein Meilenstein im Business-to-Business Paketgeschäft der Österreichischen Post.

Verbesserter Umsatz in allen Divisionen Der Geschäftsverlauf des Österreichischen Post Konzerns im Jahr 2006 setzte die positive Tendenz der letzten Jahre fort. Sowohl im Umsatz als auch im EBIT konnte neuerlich eine Verbesserung erzielt werden. Der Konzernumsatz erhöhte sich auf Basis von Zuwächsen in allen Divisionen um 2,1% auf 1.736,7 Mio EUR. Die Umsätze der Division Brief wuchsen dabei um 1,6%, jene der Division Paket & Logistik um 7,2% und jene der Division Filialnetz um 0,3%.

In der Division Brief war dabei eine Steigerung des Umsatzes bei Direct Mails (Werbesendungen), aber auch in der Medienpost zu verzeichnen. Der größte relative Anstieg erfolgte in der Division Paket & Logistik mit sehr guten Zuwächsen im internationalen Paketaufkommen. Auch die Division Filialnetz verzeichnete ein leichtes Wachstum.

Umsatzentwicklung                                          Veränder-    Anteil
Mio EUR                      2004        2005      2006    ung in%         2006
                                                                      2005/2006
Umsatz gesamt        1.654,4  1.701,6  1.736,7      +2,1%      100,0%
Brief                    1.255,3  1.290,8  1.311,3      +1,6%        75,5%
Paket&Logistik         199,0      211,8      227,1      +7,2%        13,1%
Filialnetz                196,2      193,8      194,4      +0,3%        11,2%
Sonstiges                    3,9         5,1         4,0    -22,5%         0,2%
Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Österreichischen Post konnte im Geschäftsjahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 19,7% auf 123,3 Mio EUR gesteigert werden. Die EBIT-Marge beträgt somit 7,1%. Alle operativen Unternehmensbereiche leisteten einen positiven Beitrag zu diesem Ergebnis. Die Division Brief erreichte ein EBIT von 271,6 Mio EUR, jenes der Division Paket & Logistik betrug 20,8 Mio EUR, und die Division Filialnetz erwirtschaftete 11,5 Mio EUR.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte um 29,3% auf 130,5 Mio EUR gesteigert werden. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 30,8 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis des Österreichischen Post Konzerns für das Jahr 2006 von 99,8 Mio EUR, sowie ein Ergebnis pro Aktie von 1,43 EUR.

Ergebnis                                                                    Veränder-
Mio EUR                                 2004        2005      2006    ung in%
Umsatzerlöse                    1.654,4  1.701,6  1.736,7    +2,1%
EBITDA                                 203,1      223,8      231,7    +3,5%
EBIT                                      82,2      103,0      123,3  +19,7%
EBT                                        76,7      100,9      130,5  +29,3%
Ergebnis nach                        46,8        90,1        99,8  +10,7%
Ertragssteuern
Periodenergebnis                  50,0      99,9*      99,8    -0,2%

* Inklusive 9,8 Mio EUR aus dem Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche

Solide Bilanzstruktur - Eigenkapitalquote von 43% Der Unternehmenserwerb der trans-o-flex führte zu einer Erhöhung der Bilanzsumme des Österreichischen Post Konzerns um 358,5 Mio EUR. Die Analyse der Bilanz des Österreichischen Post Konzerns nach Bilanzpositionen zeigt, dass die Aktiva einen erheblichen Bestand an Finanzmittel enthalten. In Summe verfügt der Österreichische Post Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 229,4 Mio EUR und Finanzanlagen von 208,6 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 43,2%.

Stabile Cash-Flow Entwicklung Der Cash-Flow aus dem Ergebnis der Österreichischen Post reduzierte sich im Geschäftsjahr 2006 geringfügig (um 1,8%) auf 277,9 Mio EUR. Dieser Rückgang ist trotz der Erhöhung des Ergebnisses vor Ertragssteuern im Wesentlichen auf geleistete Steuervorauszahlungen zurückzuführen. Dieser erwirtschaftete Cash-Flow wurde hauptsächlich für Anlageinvestitionen, für den Erwerb von Tochtergesellschaften und für die Dividendenzahlung verwendet. Nach Abzug dieser Positionen erhöhte sich der Finanzmittelbestand 2006 um 55,0 Mio EUR.

Dividendenerhöhung Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung wird der Vorstand der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2006 eine Dividende von 1,0 EUR pro Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Dividendenzahlung von 70 Mio EUR nach zuvor 40 Mio EUR für 2005 (plus 75%).

Mitarbeiter Der durchschnittliche Personalstand des Österreichischen Post Konzerns reduzierte sich 2006 von zuvor 25.192 um 2,9% auf 24.456 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).

Ausblick für 2007 Der Österreichische Post Konzern geht auch für das Jahr 2007 von einem stabilen Briefmarkt aus. Dem aufgrund der Substitution durch elektronische Medien rückläufigen Volumen beim klassischen Brief stehen erwartete Steigerungen im Direct Mail (Geschäftsfeld Infomail) und im Bereich Paket & Logistik (inklusive Akquisitionen) gegenüber. Generell wird es dabei im Brief-  und vor allem im Paketbereich (insbesonders im Business to Consumer Paketgeschäft) zu erhöhtem Wettbewerb kommen.

In Summe prognostiziert der Österreichische Post Konzern für 2007 einen gleichbleibenden organischen Umsatz. Zusätzliches Wachstum wird das deutsche Speziallogistikunternehmen trans-o-flex bringen, da dieses im Geschäftsjahr 2007 ergebniswirksam in den Konzernabschluss einbezogen wird. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sollte 2007 daher 20% bis 25% über dem Wert des Jahres 2006 von 123,3 Mio EUR zu liegen kommen. Basis dieser erwarteten Steigerung sind einerseits der Ergebnisbeitrag von trans-o-flex und andererseits eine weitere operative Verbesserung.

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit dem Closing am 2. Jänner 2007 hat der Österreichische Post Konzern die 100%-Beteiligung an der Weber Escal, Kroatien, rechtswirksam erworben.  Weiters wurde Ende Jänner 2007 der Erwerb von 51% der Anteile des Unternehmens Scanpoint Europe finalisiert, das sich auf die effiziente Digitalisierung und Verwaltung von Dokumenten (Rechnungen, Korrespondenz) spezialisiert hat.

Eigentümerwechsel bei BAWAG P.S.K Rund um die Übernahme der BAWAG P.S.K - dem Finanzdienstleistungspartner der Österreichischen Post AG - ist von der Bietergruppe Cerberus eine Einladung an die Österreichische Post AG ergangen, sich mit einem Minderheitsanteil an der BAWAG P.S.K. zu beteiligen. Die Österreichische Post sieht dies als Chance eines rentablen und werterhöhenden Investments und gleichzeitig als Gelegenheit zur forcierten Umsetzung einer gemeinsamen Offensiv-Strategie im Finanzdienstleistungsgeschäft. Das Angebot wird deshalb eingehend geprüft. Parallel dazu wird die Österreichische Post AG mit dem neuen Eigentümer und dem Management der BAWAG P.S.K. Gespräche führen, um die bestehende Kooperation zu intensivieren und langfristig abzusichern.

Verstärkter Wettbewerb im Paketgeschäft Im Paket-Privatkundengeschäft (B2C und C2C) ist die Österreichische Post mit einem Marktanteil von 95% deutlicher Marktführer. Unbestätigten Pressemeldungen zufolge, plant der deutsche Paketdienstleister Hermes einen Markteinstieg in Österreich. Eigentümer von Hermes ist die Otto-Gruppe, welches über die Unito Gruppe (Otto, Universal) ein bedeutender Kunde der Österreichischen Post ist.

Der Markteinstieg neuer Anbieter im Privatkundensegment wird auf Grund der hohen qualitativen Marktanforderungen und der hohen Komplexität des Aufbaues eines Logistiknetzwerkes lediglich geringe Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung der Österreichischen Post im Geschäftsjahr 2007 haben.

Mittelfristig geht die Österreichische Post davon aus, dass es auf Grund des zunehmenden Wettbewerbs mit alternativen Anbietern zu Umsatzeinbußen bei bestehenden Paketkunden kommen wird. Es ist nicht auszuschließen, dass, bedingt durch die Ausweitung des Wettbewerbs, mittelfristig Ergebniseinbußen im Paketgeschäft in einer Größenordnung von 20 bis 25 Mio EUR eintreten können.

In das Paketgeschäft mit Firmenkunden (B2B / business-to-business) hingegen ist die Österreichische Post 2006 erfolgreich eingestiegen und konnte bereits erste renommierte Kunden für ihr neues Angebot gewinnen. Darüber hinaus wurde Ende 2006 das deutsche Speziallogistikunternehmen trans-o-flex mit einem Umsatz von rund 480 Mio EUR gekauft.

Ende der Mitteilung                                                 euro adhoc 14.03.2007 07:11:53
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ots Originaltext: Österreichische Post AG
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Rückfragehinweis:
Österreichische Post AG
Investor Relations:
Harald Hagenauer
Tel.: +43(1)515 51-30401
mailto:harald.hagenauer@post.at

Öffentlichkeitsarbeit:
Michael Homola
Tel.: +43(1)515 51-32010
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Branche: Transport
ISIN:      AT0000APOST4
WKN:        A0JML5
Index:    ATX
Börsen:  Wiener Börse AG / Börse

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