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WAZ: Der Dresdener Wohnungs-Deal: Provozierend - Kommentar von Rolf Potthoff

    Essen (ots) - Dresden ist pfiffig. Den richtigen Partner gefunden, locker eine Milliarde gemacht ┬ľ weg sind die Schulden. Wenn das kein Vorbild ist f├╝r hochverschuldete St├Ądte! Oder hat der Deal doch einen Haken? Nein, hat er nicht. Er hat mehrere. Z. B. den ├Âkonomischen. Dresden entledigt sich zwar f├╝r den Moment seiner Finanzsorgen. Allerdings bringen Immobilien, die verkauft sind, keine Rendite. Das kann sich bitter r├Ąchen. Zweitens, das Soziale. Eigene Immobilien erm├Âglichen es St├Ądten, Geringverdienern und Kinderreichen eine sehr g├╝nstige Heimstatt zu bieten. Der freie Wohnungsmarkt bietet das eher selten. Drittens: Westst├Ądte und Steuerzahler leisten jedes Jahr Abermillionen an Solidarbeitr├Ągen f├╝r den Aufbau Ost, obwohl es im Westen an Kapital f├╝r Investitionen und selbst f├╝r dringendste Reparaturen in den St├Ądten fehlt. Und dieser Transfer wird dann zu solchen Gesch├Ąften genutzt! Nein, das ist kein Anlass zum Ausspielen Ost gegen West. Aber f├╝r die Pr├╝fung der Frage, ob bei der Ost-F├Ârderung alles so bleiben darf, wie es ist.

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