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WAZ: Kommentar zu: Karstadt und der Fall Deuss: Deutsche Vorbilder - Von Ulf Meinke

Essen (ots)

Vorbilder gesucht: Die Karstadt-Verkäuferin
verzichtet auf Geld und Urlaub, damit die Traditionsfirma gerettet
wird. Ex-Konzernchef Walter Deuss will vor Gericht ziehen, damit
Karstadt-Quelle weiterhin die Überstunden für seinen Fahrer bezahlt.
Der juristische Streitwert liegt bei 15 000 Euro, was eine Winzigkeit
ist im Verhältnis zu den Milliarden-Schulden des Konzerns. Doch es
geht um mehr: Karstadt rechnet mit dem Direktoren- Denken ab, das den
Konzern in die Krise geführt hat. Es ist ein Fall, der zum Nachdenken
anregt über die deutsche Management-Kultur. Kein Zweifel: Viele
mittelständische Firmenchefs arbeiten hart und auf persönliches
Risiko. Doch so mancher angestellte Vorstand eines Großkonzerns lässt
sich wie ein König hofieren. Damit steigt die Gefahr, die
Bodenhaftung zu verlieren. Höfisches Gehabe aber passt nicht in eine
Zeit, in der viele Menschen zugleich sparen und mehr zupacken müssen.
Die Karstadt- Verkäuferin ist das bessere Vorbild als Walter Deuss.

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