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WAZ: Populäres Programm - Kommentar von Theo Schumacher

Essen (ots) - Rot-Grün kann Schwarz-Gelb nun schwarz auf weiß per Gutachten bescheinigen, was Klagen und Kritik aus dem ganzen Land erahnen ließen: Das Kinderbildungsgesetz der alten Landesregierung mag gut gedacht gewesen sein, aber es war schlampig gemacht. Vor allem war es chronisch unterfinanziert. Und wer - wie die SPD - mit der schlichten Losung "Kibiz ist Mumpitz" den Protest organisiert hat, wird dem Kind am Ende des Reformprozesses wohl einen neuen Namen geben müssen. Der frühere Familienminister Laschet wird fast zur tragischen Figur. Immerhin war es der CDU-Politiker, der jene Reform der Kindergärten anpackte, der Sozialdemokraten beharrlich ausgewichen waren. Erinnert sei nur an den über Jahre verschlafenen Ausbau der Kleinkind-Betreuung. Doch nun ist es wiederum die SPD, die Laschets Gesetz umkrempeln will. Das kostet vor allem Geld. Die Gratis-Kita, möglichst bis 2015 für alle Jahrgänge, findet natürlich ebenso so viel Gefallen wie mehr Erzieherinnen. Populär? Wenn SPD und Grüne zusätzliche Millionen für Kinder und Bildung ausgeben, werden ihnen das jene kaum vorwerfen können, die genau dies immer gefordert haben.

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