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WAZ: Neue Stellen für Umweltverwaltung - Gute Argumente. Kommentar von Matthias Korfmann

Essen (ots) - Da muss man ja doch erst mal schlucken: Es klingt wie ein Witz, wenn ein nordrhein-westfälisches Ministerium ankündigt, das Verwaltungspersonal gleich um 300 Stellen aufzustocken. Müssten wir nicht die Behörden schlanker machen statt sie weiter aufzublähen? Können wir uns Bürokratie-Ausbau leisten, wo doch das Land unter Rekordschulden ächzt und die Kommunen im engen Zwangskorsett der Nothaushalte stecken?

Das inzwischen von einem Grünen geführte Umweltministerium in Düsseldorf wird sich also auf heftige Angriffe einstellen müssen. Der Vorwurf, den Grüne ja mittlerweile schon gewohnt sind, heißt: Die werfen das Geld zum Fenster raus. Schlimmer noch: Die werfen mit Geld um sich, das sie gar nicht haben.

Allerdings steht der Minister diesmal nicht ganz ohne Munition da, er kann solchen Angriffen begegnen. Der PCB-Skandal der Firma Envio in Dortmund oder giftige Chemie in Ruhr und Möhne mahnen uns: Wenn der Staat nicht gründlich hinsieht, machen schlimme Finger, was sie wollen. Das ist kein schlechtes Argument. Denn nach jedem der zahlreichen Umweltskandale reiben wir uns die Augen und fragen genervt: Wieso sind eigentlich die Kontrollen so lasch?

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