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WAZ: Versorger Enervie will RWE und Eon bundesweit Konkurrenz machen

    Essen (ots) - Der nordrhein-westfälische Versorger Enervie will RWE und Eon bundesweit Konkurrenz machen. "Es wird Wettbewerb geben und es wird Angebote geben", sagte der Chef der in Hagen ansässigen Enervie, Ivo Grünhagen, der WAZ-Mediengruppe (Mittwochausgabe).

    Enervie, die bis Anfang Februar Sewag (Südwestfalen Energie und Wasser AG) hieß, stärkte sich jüngst mit dem Zukauf von Nuon Deutschland. "Zurzeit sieht es so aus, dass der Nuon-Kauf bis März perfekt ist", sagte Grünhagen. Die Kartellbehörden müssten noch zustimmen. "Dann werden wir mit Nuon eine gemeinsame neue Strategie festlegen." Eine Discountmarke für Strom oder Gas, wie sie beispielsweise RWE unterm Konzerndach hat, plane Enervie derzeit nicht. Der Enervie-Chef kündigte an, dass Nuon Deutschland umbenannt wird. Die Namenssuche laufe.

    "Nuon Deutschland hat vor allem Kunden in Berlin und Hamburg, der Wiege des Versorgers", sagte Grünhagen. "In NRW verkauft Nuon in Essen, Düsseldorf und Köln Strom sowie Gas." Enervie könne sich vorstellen, über die neue Firmentochter unter anderem im Ruhrgebiet Kunden zu werben. "Außerdem ist Nuon bisher in Leipzig, Hannover, Nürnberg, München, Stuttgart, Frankfurt und Bremen aktiv."

    RWE hält 19,06 Prozent an Enervie; mehrheitlich gehört der Versorger aber den Städten Hagen (42,66 Prozent) und Lüdenscheid (24,12 Prozent).

    Enervie konnte Nuon Deutschland von der niederländischen Mutter kaufen, da diese vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall geschluckt wurde. Die auch in Deutschland tätige Vattenfall durfte Nuons Deutschlandgeschäft nicht mit übernehmen. Das hatten die EU-Wettbewerbshüter untersagt.

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