Bayerische Landesärztekammer

Bayerischer Ärztetag kritisiert Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄG)

    München (ots) - Auf dem 61. Bayerischen Ärztetag, der am 6. Mai in München stattfand, standen auch gesundheitspolitische Themen auf der Tagesordnung. Die 180 Delegierten diskutierten über Gesundheitsreform, VÄG, Ärzteproteste und Bachelor- und Masterstudium in der Medizin. Präsident Dr. H. Hellmut Koch gab zu bedenken, dass es sich bei der anstehenden Gesundheitsreform wohl wieder "nur um ein weiteres Kostendämpfungsgesetz" handeln werde.

    Zum VÄG sagte Koch, dass damit Regelungen der Muster-Berufsordnung (BO) des Deutschen Ärztetages in Bremen Einzug ins Vertragsarztrecht halten sollen. Ein positiver Trend dabei sei, die Regelungen zur Struktur der ambulanten ärztlichen Versorgung zu liberalisieren. Absolut abzulehnen sei jedoch die Vorgehensweise des Gesetzgebers, ärztliches Berufsrecht selbst zu regeln. "Staatliche Reglementierung statt Selbstverwaltung der Landesärztekammern lautet wohl das Motto im Bundesgesundheitsministerium", verurteilte Koch. Der Bayerische Ärztetag wehrte sich vehement gegen eine "Versozialrechtlichung" des ärztlichen Berufsstandes. In weiteren Anträgen sprachen sich die Delegierten für massive Proteste gegen die derzeit unhaltbaren Zustände im Gesundheitswesen aus, um gegen die Verbürokratisierung, Deprofessionalisierung und die Unterfinanzierung des Gesundheitswesens zu protestieren. Sie wandten sich gegen staatliche Reglementierung, Rationierung und den ökonomischen Druck und drückten Ihre Sorge aus, ihre Patienten nicht mehr den Ansprüchen gemäß versorgen zu können. Entschieden wandte sich der Bayerische Ärztetag auch gegen die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen in das medizinische Regelstudium. Auch dürften neue Studiengänge in der Medizin nicht zu Lasten der Regelstudienplätze eingeführt werden.

    Der Bayerische Ärztetag ist die Delegiertenversammlung der BLÄK, 180 Delegierte tagen zwei Mal im Jahr auf dieser Vollversammlung.

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