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BERLINER MORGENPOST: Die Zukunft der Gesundheit - Kommentar von Andreas Abel

Berlin (ots) - Berlin hat als Gesundheitsstandort großes Potenzial. Folgerichtig setzt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf diesen für die Stadt wichtigen Zukunftsbereich. Es ist auch zu begrüßen, dass er initiativ wird und Empfehlungen erarbeitet wissen möchte, wie man das Gesundheitscluster stärken kann.

Die Berufung der Expertenkommission "Gesundheitsstadt Berlin 2030" wirft allerdings Fragen auf. In dem Konzept spielen Charité und Vivantes als große Player bei der Patientenversorgung und, im Fall des Universitätsklinikums, der medizinischen Forschung eine zentrale Rolle. Sie sehen sich aber bislang nicht eingebunden, wüssten nicht, was konkret von ihnen erwartet werde.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop saß nicht mit am Tisch, als das Expertengremium vorgestellt wurde. Verwunderlich, denn für die Gesundheitswirtschaft ist die Grünen-Politikerin zuständig. Sie bereitet ohnehin den "Pharma-dialog" vor, einen direkten Austausch mit großen Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. Nun macht also jeder seins. Damit wird eine Chance vergeben, das Thema als Aufgabe der gesamten Landesregierung zu präsentieren. Andere Bundesländer schaffen das.

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