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24.03.2004 – 15:32

Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

EU-Osterweiterung - Wissensdurstige Jugend

Ein Dokument

Köln (ots)

- DIREKT-Presseinformation des Instituts der     
     deutschen Wirtschaft Köln (IW) Nr. 17 vom 24. März 2004
     liegt in der digitalen Pressemappe zum Download vor -
Die Menschen in Mittel- und Osteuropa halten in Sachen
Bildungsniveau mit der bisherigen EU-15 recht gut mit - und erfüllen
damit eine wichtige Voraussetzung, um in Sachen Wohlstand zum Westen
aufzuschließen. Der Anteil der formal mittel und höher qualifizierten
Bevölkerung liegt in allen Beitrittsstaaten über dem EU-Durchschnitt
von 63,5 Prozent. Spitzenreiter ist die Tschechische Republik mit gut
86 Prozent. Auch die baltischen Staaten (zwischen 83,5 und 84,9
Prozent) sowie die Slowakische Republik (83,6 Prozent) bieten
hinsichtlich ihres Bildungsniveaus gute Bedingungen. Weniger rosig
sieht es dagegen bei den Hochqualifizierten alleine aus -
Hochschulabschlüsse sowie Meisterbrief oder Technikerdiplom werden in
Mittel- und Osteuropa seltener erworben als im westlichen Europa. Nur
Polen, Lettland, Litauen und Bulgarien übertreffen das mittlere
EU-Niveau von jährlich 40 Abschlüssen von Hochqualifizierten je 1.000
Einwohner im Alter von 20 bis 29 Jahren. Doch die Jugend nutzt
bereits die Möglichkeiten, die ihr die Öffnung gen Westen bietet.
Allein an deutschen Universitäten und Fachhochschulen waren im
Wintersemester 2002/2003 mehr als 36.000 Studierende aus Mittel- und
Osteuropa eingeschrieben.
Ein Problem vor allem für die Älteren ist dagegen, dass die noch
zu sozialistischen Zeiten erworbenen Bildungsabschlüsse den
Anforderungen moderner Produktion oder Forschung nicht immer Stand
halten. Weiterbildung ist jedoch in den Beitrittsstaaten eher noch
ein Fremdwort: Ende der neunziger Jahre lag die
Weiterbildungsbeteiligung der 25- bis 64-Jährigen in der
Tschechischen Republik mit 27 Prozent, in Ungarn (18 Prozent) und
Polen (14 Prozent) deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 33 Prozent.
Axel Plünnecke, Dirk Werner: Das Humankapital der
EU-Beitrittskandidaten, in: iw-trends 1/2004

Pressekontakt:

Dr. Axel Plünnecke, Telefon: (02 21) 49 81-7 01
Dirk Werner, Telefon: (02 21) 49 81-7 49

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