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DRK-Präsident Seiters fordert konsequente Anwendung des Asylrechts

Berlin (ots) - Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, hat die fehlende europäische Solidarität in der Flüchtlingsfrage kritisiert.

Hier sei "viel Egoismus im Spiel", sagte der ehemalige Bundesinnenminister am Freitag im rbb-Inforadio: "Das ist schon ein Stück weit beschämend". Seiters sprach sich zugleich für eine konsequente Anwendung des geltenden Asylrechts aus. Vor diesem Hintergrund sei auch die Diskussion, die gegenwärtig zum Thema "sicherer Drittstaat" geführt werde, "richtig und wichtig": "Bei allem Verständnis für Menschen, die aus Not, aus Armut, aus wirtschaftlichen Gründen, mit der Hoffnung auf eine bessere Lebensperspketive nach Deutschland kommen, so müssen wir doch sagen: Das Asylrecht will die Menschen schützen, die politisch, religiös verfolgt werden oder die durch Bürgerkriege oder Krieg in unmittelbarer Lebensgefahr schweben. Und wenn wir hier nicht differenzieren, dann werden wir gerade dieser Asyl-Berechtigungsgruppe nicht die Aufmerksamkeit und nicht die Hilfe geben können, die sie benötigt und die sie unbedingt braucht."

Der DRK-Präsident bezeichnete es als "tief beschämend", dass es in Deutschland zum Teil "ausländerfeindliche Parolen und Angriffe auch auf Helferinnen und Helfer" gebe: "Auf der anderen Seite steht eine große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung Deutschlands. Das darf man nicht verkennen. Wir sind als DRK gegenwärtig beteiligt in 160 Notunterkünften, unter anderem auch in Zeltstädten, und wir erfahren viel Zuspruch aus unserer Bevölkerung".

Das vollständige Interview können Sie hier nachhören: http://ots.de/kAsXM

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