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19.04.2018 – 10:58

Mannheimer Versicherung AG

Korrektur: Patina oder Neulack, Originalzustand oder restauriertes Exemplar?

Korrektur: Patina oder Neulack, Originalzustand oder restauriertes Exemplar?
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Beim BELMOT Fachtag der Mannheimer Versicherung AG drehten sich Referate und Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen Experten aus der Oldtimerbranche rund um das Thema "Lack" und damit verwandte Aspekte. Neben aktuellen Fachthemen stand das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch mit knapp 150 Händlern, Restauratoren, Inhabern oder Geschäftsführern von KFZ-Betrieben, Sammlern und Sachverständigen, die der Einladung nachkamen, im Mittelpunkt.

Korrektur: + Die Aussagen zu Jürgen Book/Glasurit wurden nachträglich korrigiert +

Patina oder Neulack, Originalzustand oder restauriertes Exemplar?

Rückblick BELMOT Fachtag: "Glanzleistung - Lack erkennen, erhalten und durchleuchten"

Mannheim,18. April Beim BELMOT Fachtag der Mannheimer Versicherung AG drehten sich Referate und Podiumsdiskussion mit unterschiedlichen Experten aus der Oldtimerbranche rund um das Thema "Lack" und damit verwandte Aspekte. Neben aktuellen Fachthemen stand das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch mit knapp 150 Händlern, Restauratoren, Inhabern oder Geschäftsführern von KFZ-Betrieben, Sammlern und Sachverständigen, die der Einladung nachkamen, im Mittelpunkt.

Oldtimeranwalt Michael Eckert aus Heidelberg leitete in das rechtliche Thema Haftung ein, das besonders während der Restaurierung in der Werkstatt relevant ist, jedoch leicht vergessen wird - mit u.U. schwerwiegenden finanziellen Folgen. Empfehlung für Betriebe: auf ausreichende Höchstentschädigungssummen in KFZ-Handels- und Handwerkspolicen Wert legen. Aufgrund gestiegener Diebstahlzahlen bei Oldtimern besteht hier in vielen Fällen akuter Handlungsbedarf.

Glasurit verfügt mit Classic Car Colors über die größte Farbtondatenbank der Welt mit besonderem Fokus auf historische Farbtöne. Jürgen Book, Leiter GLASURIT CLASSIC CARS hat ein profundes Wissen hinsichtlich Originalfarbtönen und historischen Lackiertechniken und widmete seinen Vortrag dem Thema "Lack im Einklang mit der Charta von Turin". Glasurit, eine Marke der BASF, unterstützte die "Fédération Internationale des Véhicules Anciens" (FIVA), den Weltverband für Oldtimerclubs, beim Handbuch zur Charta von Turin zum Thema Lack. Aktuelle Produkte bieten bei der Reparatur historischer Fahrzeuge viele lacktechnische Vorteile. Auch bei der kompletten Restauration kann alte Optik mit neuen Lackierverfahren größtenteils nachgestellt werden.

Was können Lack und Pflege zur Werterhaltung klassischer Fahrzeuge beitragen? Nicht nur für Oldtimerbesitzer, sondern auch für Versicherer ein wichtiges Thema. Welche Pflegemittel eignen sich wofür und weshalb? "Ich machte im Laufe meines Lebens viele Fehler, was die Pflege meiner klassischen Fahrzeuge betraf", berichtet Peter Fiekens, Geschäftsführer Trade Brand Oil & Service. "Fehler, aus denen ich lernte und entsprechend passende Produkte für Oldtimer entwickelte." Gerade die Materialien bei historischen Fahrzeugen benötigen aufgrund ihrer Beschaffenheit und damaligen Verarbeitungsprozesse oftmals schonendere Reinigungs- und Pflegeprodukte als ein neuer PKW.

Fabian Ebrecht, Leiter FSP-Classic Competence, ist Experte, wenn es um forensische Untersuchungen von klassischen Fahrzeugen geht. Er stellte in seinem Vortrag zwei Verfahren vor: 1. Mittels Schichtstärkenmessung auf Nichtmetallen können Nachlackierung bei Carbon oder Fiberglas Karosserien durchgeführt werden, ohne dass hierfür der Lack angeschliffen werden muss

2. Das magnetooptische Verfahren liefert ein dem Röntgenbild ähnliches Scannerbild mit dem derzeit Fälschungen bzw. sonstige Manipulationen der Fahrgestellnummer nachgewiesen werden können, bei denen herkömmliche Verfahren scheitern.

Sollen größere Bereiche der Karosserie untersucht werden, besteht die Möglichkeit einer Röntgenaufnahme, bei der z. B. strukturelle Änderungen, wie Schweißnähte etc. durch den Lack hindurch festgestellt werden können.

Die anschließende Podiumsdiskussionsrunde wurde durch folgende Experten erweitert:

- Richard Keller | Kurator der Cité de l'Automobile /      Collection Schlumpf 
  in Mulhouse
- Dr. Harry Niemann | Fachjournalist, Autor, ehemaliger      Leiter des Archivs 
  und der Fahrzeugsammlung der Daimler AG  

Fragestellungen und Einschätzungen der jeweiligen Fachgebiete wurden in der Podiumsdiskussion vertiefend angesprochen und diskutiert:

- "Trend" oder tatsächlich die Zukunft? Die      Hinwendung zum unberührten, 
  authentisch erhaltenen Original wurde den      Verfechtern der hochglänzenden,
  durchrestaurierten Showroom-Oldtimer      gegenüber gestellt, verbunden mit 
  der Frage, wie Originalität in      Wertgutachten dokumentiert werden kann und
  ob die herkömmlichen      Zustandsnoten nicht eigentlich ausgedient haben. 
  Auch Dr. Harry Niemann      legte sich nicht auf eine konkrete Aussage fest. 
  Jedoch forderte er,  Originalität und Historie zukünftig noch      besser zu 
  dokumentieren, da sie mehr und mehr für Sammler in den      Vordergrund rückt 
  und ganz maßgeblich die Wertfindung für das Fahrzeug      beeinflussen kann. 
  Eine "Sammlungsdokumentation" sah die Runde insgesamt      als notwendig an. 
- Oldtimeranwalt Michael Eckert betonte die Notwendigkeit,      bei der 
  Bewertung von Oldtimern die bewährte Benotung des technischen      Zustands 
  beizubehalten, aber immer auch weitere wertbildende Faktoren wie      z.B. 
  Originalität, matching numbers, berühmte Vorbesitzer, Historie, etc      zu 
  berücksichtigen, diese im Gutachten zu benennen und  bei der Ermittlung des 
  Fahrzeugwertes      angemessen zu berücksichtigen. 
- "Museen sind kein Friedhof", so Richard Keller: Die      Erwartungen von 
  Museumsbesuchern seien gestiegen.  Heute stünde die Originalität der      
  Fahrzeuge für diese im Vordergrund, mehr als die hochglänzende      "perfekte"
  Restaurierung. Gleichzeitig gehe es nicht nur um die      Konservierung von 
  Materialien, sondern auch um die Fahrbarkeit, die auch      demonstriert 
  werden könne bzw. sollte.  
- "Sachverständige stehen kontinuierlich vor neuen      Herausforderungen", so 
  Fabian Ebrecht: Kriminelle entdecken immer neue      Verfahren, Fälschungen 
  anzufertigen, die Sachverständige immer wieder neu      aufdecken müssen. "Die
  Zeiten des Handauflegens sind vorbei", so      Ebrecht. "Um den Grad der 
  Originalität festzustellen und in die      Wertbestimmung einfließen zu lassen
  muss man sich forensischer Methoden      bedienen." 
- Jürgen Book betonte, dass Nachhaltigkeitsaspekte auch beim      Thema Lack an 
  Bedeutung gewinnen und der Oldtimerszene insgesamt guttun.      Glasurit 
  bietet moderne Lösungen, die auch diese Aspekte berücksichtigen. 
- Allen Referenten ist wichtig, verstärktes Augenmerk auf die      junge, 
  nachfolgende Generation zu setzen. Hier wurde die Frage diskutiert,      wie 
  man diese für Oldtimer und Berufe im Umfeld von Oldtimern motivieren und      
  an das Thema klassische Mobilität heranführen könne. Ein gutes Beispiel:  

Oldtimer im Museum auf einer Strecke zu bewegen, wie es die Cité de l'Automobile / Collection Schlumpf in Mulhouse bereits tut.

Workshop-Hinweise:

- Workshops zur Lackaufbereitung werden bei Globo      Autokosmetik in der 
  Motorworld in Stuttgart angeboten. 
- spezielle Lehrgänge für Sachverständige rund um das Thema      "Erkennen und 
  Beurteilen von Lack am klassischen Fahrzeug"      bieten Classic Data und GTÜ 
  in Kooperation mit Glasurit an.   

Weitere Informationen zu den Referenten / Workshops:

- Fabian Ebrecht: http://www.fsp-classic.de/wp/ 
- Michael Eckert: http://www.edk.de/anwalte/michael-eckert/
- Jürgen Book: http://www.farbeundlack.de/Wissenschaft-Technik/Anwendungsbereich
  e/Automobillacke/Glasurit-BASF-und-FIVA-geben-Handbuch-fuer-Oldtimer-heraus
- Peter Fiekens: https://tbos-oil.com/
- Richard Keller: http://www.citedelautomobile.com/de
- Dr. Harry Niemann: http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/heppenheim/he
  ppenheimer-historiker-harry-niemann-veroeffentlicht-buch-ueber-das-jahrhundert
  auto-mercedes-benz-300-sl_18432621.htm
- Globo Autokosmetik: http://www.globo-autokosmetik.com/team.php 

Zur letzten Pressemitteilung: Einladung zum BELMOT Fachtag http://presse.mannheimer.de/pressreleases/glanzleistung-lack-erkennen-erhalten-und-durchleuchten-246...

Zur letzten Pressemitteilung: Einladung zum BELMOT Fachtag

Herausgeber:

Mannheimer Versicherung AG
Augustaanlage 66
68165 Mannheim

 

Ansprechpartner:

Roland Koch
Unternehmenskommunikation
0621. 457 - 4359
E-Mail: pir@mannheimer.de
www.mannheimer.de

 
 

Hintergrund:

Die Mannheimer Versicherung AG ist spezialisiert auf individuelle
Versicherungslösungen für anspruchsvolle Privatkunden und mittelständische
Firmenkunden. Für unsere Zielgruppen haben wir hochqualitative Markenprodukte
entwickelt, zum Beispiel ARTIMA für Künstler und Kunstsammler, BELMOT für
Oldtimerbesitzer und M-ERGIE für Elektrofahrzeuge.

Mit einigen unserer Marken gehören wir zu den führenden Versicherern in
Deutschland. Mit SINFONIMA sind wir einer der führenden
Musikinstrumentenversicherer. Mehr als die Hälfte aller Juweliere in Deutschland
haben sich für VALORIMA entschieden. Mit PRIGOM ist die Mannheimer einer der
maßgeblichen Versicherer von Golfplätzen.

Als mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Mannheim bieten wir unsere
Produkte auf dem deutschen Markt, in anderen EU-Ländern und in der Schweiz an.

Die Mannheimer Versicherung AG erzielte im Geschäftsjahr 2016 Beitragseinnahmen
von 341 Mio. Euro und betreute rund 779.800 Versicherungsverträge. Sie
beschäftigte 2016 im Durchschnitt 617 Mitarbeiter. Im Außendienst arbeitet sie
mit ca. 300 selbstständigen AgenturPartnern sowie 2.500 Maklern zusammen.

Sie ist Teil des Continentale Versicherungsverbundes auf Gegenseitigkeit, der
mit 3,7 Mrd. Euro Beitragseinnahmen und rund 7.500 Menschen im Innen- und
Außendienst zu den großen deutschen Versicherern zählt.