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Mitteldeutsche Zeitung: zu Bundestag

    Halle (ots) - Eine Große Koalition macht  es den 614 Parlamentariern in den kommenden vier Jahren in mehrfacher Hinsicht nicht leicht. Zuerst hat Lothar Bisky zu spüren bekommen, mit welcher Wucht eine Mehrheit von 448 schwarz-roten Abgeordneten dominieren kann. Dass der Linksparteichef in drei Wahlgängen die notwendige Mehrheit für die Bundestags-Vizepräsidentschaft verfehlte, entspricht nicht dem von Bundestagspräsident  Lammert beschworenen respektvollen Umgang mit der Opposition. Andererseits schwächt die große Mehrheit, auf die sich die Koalition aus Union und Sozialdemokraten stützen könnte, auch die Position der schwarz-roten Abgeordneten. Schon in den Koalitionsverhandlungen arbeiten nur einige wenige Parlamentarier neben Länderchefs und designierten Ministern an den Vereinbarungen mit. Den allermeisten Volksvertretern bleibt nicht mehr, als die in exklusiven Kreisen beschlossenen Sach- und Personalentscheidungen durchzuwinken.

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