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01.04.2005 – 16:15

Mitteldeutsche Zeitung

Mitteldeutsche Zeitung: Waffenembargo gegen China Einstige DDR-Bürgerrechtler kritisieren Kanzler Schröder

    Halle (ots)

Ehemalige DDR-Bürgerrechtler haben die Forderung von Bundeskanzler Gerhard Schröder nach Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China scharf kritisiert. Friedrich Schorlemmer, Theologe und selbst SPD- Mitglied, sagte der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe): „Das ist eine Katastrophe. Ich hätte nicht gedacht, dass ein sozialdemokratischer Bundeskanzler so etwas macht. Er sollte nach China und Saudi-Arabien keine Waffen verkaufen, sondern Wasseraufbereitungsanlagen.“ Schorlemmer erinnerte an die Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 und zog eine Verbindung zu den Geschehnissen in der DDR. „Um ein Haar wären wir die Meisterschüler der Chinesen geworden. Die Art, wie die mit ihren Dissidentenumgehen, können wir nicht mit Waffen unterstützen.“

    Der frühere Vorsitzende der grünen Fraktion im Landtag von Sachsen- Anhalt, Hans-Jochen Tschiche, äußerte: „Was da passiert, ist erschreckend. Mit den Waffen können sie ihre eigenen Leute unterdrücken. China ist eine archaische Gesellschaft, was Demokratie angeht.“


ots-Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung

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Markus Decker
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