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Mitteldeutsche Zeitung: Flüchtlings-Anlaufstelle Sechs Bewerber für zweite Flüchtlings-Anlaufstelle

Halle (ots) - Für eine zweite Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (Zast) in Sachsen-Anhalt sind bei der Landesregierung sechs Bewerbungen aus Städten im südlichen Sachsen-Anhalt eingegangen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagausgabe) mit Verweis auf das Landes-Finanzministerium. Die genauen Orte wollte das Ministerium allerdings nicht mitteilen. Bekannt ist bisher nur, dass sich ein Gewerbepark-Betreiber in Halle beworben hat. Wer den Zuschlag für die zweite Zast bekommt, wird das Kabinett nach MZ-Informationen vermutlich kommende Woche entscheiden. Bisheriger Plan ist, ab kommendem Juli ein entsprechendes Gebäude für mindestens 800 Asylbewerber anzumieten. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) will wegen der steigenden Flüchtlingszahlen aber eine schnellere Nutzung erreichen. Halle gilt wegen der Vorgaben der Regierung als Favorit für die zweite Zast. Deren Liegenschaft soll nach Ministeriumsangaben in einer größeren Stadt gelegen sein, "um ein angemessenes Verhältnis von Asylbegehrenden zu Einwohnern zu gewährleisten". Darüber hinaus sollte der Standort über eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, eine größere Anzahl von Ärzten - auch Fachärzten -, Einzelhandel sowie Sport- und Kultureinrichtungen verfügen. Letztlich erfüllt das in der Gesamtheit am ehesten die Großstadt Halle. Die bestehende Zast in Halberstadt - von dort werden die Flüchtlinge auf die Kreise verteilt - gilt als überlastet. Derzeit befinden sich dort etwa 1 850 Asylbewerber, gut 700 müssen in Zelten wohnen.

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