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Mitteldeutsche Zeitung: zum Armutsrisiko

Halle (ots) - Die Berechnung macht Sinn, um abzubilden, wie ungleich die Einkommen verteilt sind. Doch der relative Wert hat auch Tücken: Nicht nur werden dabei Studenten und Auszubildende mit weniger als 900 Euro im Monat mitgezählt. Wenn morgen alle Bundesbürger das Doppelte verdienen würden, bliebe die Armut unverändert. Drängen hingegen mehr junge Leute an die Unis, steigt auf dem Papier die Armut. Würden umgekehrt im Zuge der Euro-Krise die Durchschnittslöhne dramatisch sinken, gäbe es statistisch plötzlich weniger Hilfsbedürftige. Das sind kuriose Ergebnisse, die die begrenzte Aussagekraft des Armutsquotienten zeigen. Es ist gut, dass der Caritasverband als unverdächtiger Akteur die Debatte darüber eröffnet hat.

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