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Mitteldeutsche Zeitung: Kommentar zur Solarbranche

Halle (ots) - Die deutsche Solarbranche hat finstere Jahre hinter sich. Hierzulande wurde die Förderung für Sonnenstrom drastisch gekürzt, in China päppelt der Staat gleichzeitig eigene Hersteller mit großzügigen Krediten. In der Folge gingen deutsche Hersteller reihenweise pleite und tausende Arbeitsplätze verloren. Doch in jeder Krise steckt auch eine Chance: Durch den drastischen Preisverfall der Solarmodule rechnet sich Photovoltaik vielerorts schon ohne Subvention. Das heißt, der Strom vom Hausdach ist günstiger als vom Energieversorger. Doch anstatt die angestrebte Marktreife zu unterstützen, will Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) sie offenbar torpedieren. Wer seinen Sonnenstrom selbst nutzen möchte, soll darauf künftig Ökostrom-Umlage zahlen. Dies ist absurd, da die Vergütung dafür da ist, erneuerbare Energien zu fördern.

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