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Mitteldeutsche Zeitung: zu Kabinett und Kanzlerin

Halle (ots) - Ob eine dritte Amtszeit von Angela Merkel dem Land gut tun wird, daran gibt es angesichts des Koalitionsvertrages ernsthafte Zweifel. Ihr fehlt eine Vision für das, was auch noch nach dieser Legislaturperiode passieren muss. Mit diesem Vertrag und den guten Gaben versucht sie sich über die kommenden vier Jahre zu retten. Mehr schafft sie damit nicht. Menschlich verständlich, denn ihr Amt kostet viel Kraft. Außerdem, die mächtigste Frau der Welt kann nicht noch mächtiger werden. Die Kanzlerin hat ihren politischen Zenit überschritten. Für sie hat nun so etwas wie die zweite und letzte Amtszeit eines US-Präsidenten begonnen. Deshalb kann sie im Schloss Bellevue so unbeschwert lächeln.

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