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Mitteldeutsche Zeitung: zur Kanzlerinnenwahl

    Halle (ots) - Neun Stimmen aus der eigenen Koalition haben Angela Merkel bei ihrer Wiederwahl gefehlt. Ein Krisenzeichen? I wo! Normaler Schwund. Helmut Kohl hat nie alle Stimmen von Union und FDP bekommen. Merkel dürfte der politische Mäusefraß in der ihr eigenen Vorsicht bestätigen. Nein, wenn die Kanzlerin der Jahre 2009 bis 2013 etwas zu fürchten hat - dann ist es keine Rebellion in ihren Bundestagsfraktionen. Viel mehr muss sie vor den Ministerpräsidenten auf der Hut sein. Vor allem: denen ihrer Partei. Nun ist für Geld vieles zu haben. Stimmen im Bundesrat allemal. Wenn der Bund ihnen den Verlust ausgleicht, werden sich die Länder gegen Steuersenkungen nicht sträuben. Aber kann er die Last der Wahlversprechen wirklich allein tragen? Am Ende fürchtet sich Merkel vor den Ministerpräsidenten so wenig wie vor den Abweichlern bei ihrer Wahl.

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