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Mitteldeutsche Zeitung: zu Koalition und Liberale

    Halle (ots) - Die Zeiten sind vorbei, da die FDP als sozialpolitischer Vampir dargestellt werden konnte, der den Armen das Blut aussaugt. Sie regiert in einigen Ländern mit, ohne den christsozialdemokratischen Grundkonsens der deutschen Republik zu verletzen. Sie wird es auch im Bund tun. Und sie hat eine Chance, die sie - manch innerparteilicher Forderung zum Trotz - in der Opposition hat verstreichen lassen: Sie kann den Versuch unternehmen, das Soziale mit dem ABC des Liberalismus neu zu buchstabieren. Vor allem aber muss sie - wie ihr großer Partner auch - ordentlich regieren. Ob ein möglicher liberaler Finanzminister so viel anders agieren könnte als sein sozialdemokratischer Vorgänger? Die Unterschiede dürften kaum größer sein als zwischen dem aktuellen Außenminister und seinem Nachfolger.

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