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Mitteldeutsche Zeitung: Fußball DFB-Direktor Stenger: Fan-Gewalt in Halle bisher einmaliger Vorgang

    Halle (ots) - Die geplanten Attacken gewaltbereiter Fußballfans gegen die Polizei am vergangenen Wochenende in Halle sind aus Sicht des Deutschen Fußballbundes (DFB) bislang einmalig in Deutschland. "So etwas haben wir das erste Mal erlebt", sagte DFB-Kommunikationsdirektor Harald Stenger der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). Laut Polizei hatten mehr als 50 Gewalttäter nach dem Regionalligaspiel Halle gegen Magdeburg die Beamten in einen Hinterhalt gelockt und danach aus mehreren Richtungen angegriffen. 16 Polizisten wurden verletzt. "Das Feindbild Polizei wird massiver, das bereitet uns Sorgen", erklärte Stenger.

    Im konkreten Fall hatten die Täter eine Auseinandersetzung rivalisierender Fangruppen vorgetäuscht, um danach die angerückte Bereitschaftspolizei anzugreifen. "Das war von langer Hand geplant und steht für eine neue Dimension der Gewalt", sagte Halles Innendezernent  Bernd Wiegand der Zeitung. Auch Martin Krems, Sprecher des Magdeburger Innenministeriums, erklärte, es sei nur darum gegangen, "Beamte zu verletzten".

    Für den Gewaltforscher und Soziologen Gunter Pilz spiegelt der Übergriff einen deutschlandweiten Trend wider. "Immer häufiger werden Polizisten Zielscheibe und Opfer von Gewalttaten", betonte der Wissenschaftler der Universität Hannover.

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