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Lausitzer Rundschau: Zu Israel/UN-Soldaten: Fragwürdige Kriegsführung

Cottbus (ots)

Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu
Israel/UN-Soldaten:
Die Nachrichten aus dem Krieg im Nahen Osten werden mit jedem Tag 
entsetzlicher. Gab es zu Beginn der Kampfhandlungen durch einen 
zeitweiligen Zusammenbruch der Kommunikation allenfalls Gerüchte und 
Augenzeugenberichte, wird das Grauen jetzt täglich durch Bilder und 
Filme dokumentiert - und damit auf bestürzende Art greifbar. Mit 
jedem brutalen Dokument wird auch mit der israelischen Mär 
aufgeräumt, bei diesem Krieg gehe es ausschließlich gegen einen 
militärischen Gegner, zivile Opfer würden weit gehend vermieden. 
Berichte von Ärzten über die Arten der Verletzungen libanesischer 
Opfer und Bilder zusammengeschossener Flüchtlingstrecks sprechen eine
andere Sprache. Dazu passt der von Israel nicht einmal dementierte 
Einsatz von Streubomben. Zur Zerstörung militärischer Infrastrukturen
und verbunkerter Ziele sind diese international heftig kritisierten 
Waffen ziemlich ungeeignet. Ist das vorrangige Ziel ihres Einsatzes 
die Demoralisierung der libanesischen Bevölkerung, womöglich ohne 
Rücksicht auf zivile Opfer? Mit dem Angriff auf einen UN-Posten hat 
die fragwürdige israelische Kriegsführung einen bislang negativen 
Höhepunkt erreicht. Der Beschuss der in allen militärischen Karten 
vermerkten Stellung, deren Soldaten sich bei den Israelis sogar per 
Funk über den Beschuss beschwerten, ist auch für Kofi Annan nicht 
nachvollziehbar. Der UN-Generalsekretär sprach in einer ersten 
Reaktion von einem "offenbar absichtlichen Angriff". Wer aus 
Sympathie für und Solidarität mit Israel sogar bereit war, diesen 
Krieg gutzuheißen, hat es jetzt noch schwerer als vorher. Zur ganzen,
grausamen Wahrheit gehört aber auch das Vorgehen der Hisbollah-Miliz.
Diese Terrorgruppen machen gar keinen Hehl daraus, so viele zivile 
Opfer wie möglich treffen zu wollen und umgeben sich in ihren 
Unterständen mit Zivilisten als lebenden Schutzschilden.
Die Diplomatie steht vor einer riesigen Herausforderung. Um den 
Konfliktherd dauerhaft zu entschärfen, gilt es nämlich nicht nur die 
Kriegstreiber und ihre Hintermänner zur Räson zu bringen. Der 
Konflikt hat auch den Ölpreis auf Rekordhöhen getrieben. An der 
gegenwärtigen Situation, die auf beiden Seiten vor allem vom Leid 
unschuldiger Kinder, Frauen und Männer geprägt ist, verdienen einige 
Wenige mächtig viel Geld.

Rückfragen bitte an:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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