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Lausitzer Rundschau: Zu Maske/Comeback: Promi-Boxen

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Maske/Comeback:

    Als gefeiertes Idol hatte sich der aus Frankfurt (Oder) stammende Henry Maske vor zehn Jahren zum Titel Time to say goodbye (Zeit für den Abschied) aus dem Boxring zurückgezogen. Jetzt ist offenbar die Zeit reif für ein Comeback. Im nicht nur für Berufsboxer schon betagten Alter von 42 Jahren wandelt Maske auf den Spuren von Axel Schulz und plant, Anfang 2007 sein Comeback zu geben. Verstehen muss die Rückkehr von Gentleman-Boxer Maske niemand. Als Amateur war er Olympiasieger und Weltmeister. Den WM-Gürtel bei den Profis hielt der Halbschwergewichtler von 1993 bis 1996. Als Quotenkönig versammelte er bei seinen Arbeitseinsätzen über 17 Millionen Menschen, vom Schulkind bis zur strickenden Oma, vor den Fernsehgeräten. Als Lizenznehmer von vier Schnell-Restaurants und Botschafter von Toto-Lotto Brandenburg war Maske auch nach dem Karriereende erfolgreich und in der Öffentlichkeit präsent. Titel und Geld können also nicht an Antrieb sein, wahrscheinlich eher falsch verstandener Ehrgeiz. Der nicht nur von Freunden des Faustkampfes als Gentleman-Boxer verehrte Maske, der seinen Sport mit Seriosität und Saubermann-Image salonfähig gemacht hat, geht nun den umgekehrten Weg. Dem ohnehin kränkelnden Berufsboxen hilft er so nicht. Denn für viele ist Maskes Kampf gegen den ebenfalls 42-jährigen Virgil Hill bei seinem Haussender RTL nur eine weitere Facette des belächelten Promi-Boxens mit Carsten Spengemann & Co. Und dafür sollte sich Henry Maske zu schade sein.

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