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Lausitzer Rundschau: Zu Fußball-WM/Halbzeitbilanz: Eine runde Sache

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Fußball-WM/Halbzeitbilanz:

    Begeisterte Fans in den Stadien, überfüllte Fanmeilen in vielen Städten und die Spaß-Fußballer der deutschen Nationalmannschaft sind vor dem heutigen Achtelfinale gegen Schweden mittendrin: Die Halbzeit-Bilanz der Weltmeisterschaft fällt durchweg positiv aus. Sie ist bislang nicht nur in sportlicher Hinsicht eine runde Sache. Auch das Sicherheitskonzept hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt als weltmeisterlich erwiesen. Kleinere Pannen, wie beispielsweise die harmlosen Flitzer, blieben zum Glück Einzelfälle und ändern nichts am positiven Gesamteindruck. Dass Hauptärgernis aus Sicht der Fans bleiben derweil die begrenzten Kartenkontingente. Nur ein kleiner Teil der WM-Enthusiasten kommt in den Genuss des Live-Erlebnisses im Stadion. Ich als Berichterstatter habe auf meinem Weg in die verschiedenen Arenen in viele sehnsüchtige Augen geblickt. Sie alle hofften bis zur letzten Minute auf Eintrittskarten - und sind meistens am Ende doch leer ausgegangen. Hier ist der Weltverband Fifa gefragt, um die einzelnen Kartenkontingente noch gerechter zu verteilen. Denn der Fußball wird zwar von den Sponsoren finanziert, aber erst die Fans machen ihn zum lebendigen Erlebnis. Überleben will heute die deutsche Nationalmannschaft. Nur ein Sieg im Achtelfinale gegen Schweden hält die schwarz-rot-goldene Euphorie am Leben. Der vorzeitige K.o. wäre angesichts der bisherigen Auftritte der DFB-Auswahl umso schmerzlicher. Denn Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat der Mannschaft ein neues Gesicht gegeben. Ihr forscher Offensivstil nährt den Traum vom WM-Titel. Schon jetzt, aber vor allem 2010 in Südafrika. Dieses junge Team steht erst am Anfang seiner Entwicklung. Spieler wie Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger haben ihren Leistungszenit noch längst nicht erreicht. Auch deshalb ist der Deutsche Fußballbund gut beraten, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen - egal, ob mit Klinsmann oder einem anderen Bundestrainer. Wer heute Abend im Falle einer Niederlage den Daumen senkt, der sollte sich an den Rumpel-Fußball bei der Euro 2004 erinnern. Damals wandten sich die Fans ab, heute jubeln sie dem Team zu. Dieser Stimmungsumschwung ist genauso viel wert wie die drei Vorrunden-Siege. Gelingt heute gegen Schweden Erfolg Nummer vier, geht der Traum vom Titel weiter und wir dürfen uns auf eine ebenso begeisternde zweite Weltmeisterschafts-Hälfte freuen.

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