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Lausitzer Rundschau: AOK-Chef Ahrens rechnet durch Gesundheitsreform mit weniger Krankenkassen/Nur größere Kassen sind wettbewerbsfähig

Cottbus (ots)

Durch die geplante Gesundheitsreform wird sich
nach Einschätzung des AOK-Vorstandsvorsitzenden Hans Jürgen Ahrens 
die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen reduzieren. "Wir haben 
zweifellos zu viele Krankenkassen", sagte Ahrens der in Cottbus 
erscheinenden "Lausitzer Rundschau" (Freitag-Ausgabe). "Wenn wir 
durch die Reform zu mehr Wettbewerb kommen, dann werden nur noch 
größere Kassen bestehen können". Nur sie könnten bundesweit 
hochwertige Behandlungsprogramme mit besonders qualifizierten Ärzten 
anbieten. "Insofern ergibt sich der Konzentrationsprozess von 
selbst", erläuterte der AOK-Chef. Derzeit gibt es in Deutschland rund
250 gesetzliche Krankenkassen.
Zugleich begrüßte Ahrens das politische Vorgehen von 
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), die bei der angepeilten 
Gesundheitsreform zunächst über  Strukturveränderungen sprechen will.
"Die politische Diskussion ginge völlig an der Sache vorbei, wenn nur
über Geld geredet wird, aber niemand weiß, wie das zu finanzierende 
Gebilde eigentlich aussehen soll", meinte Ahrens. Erst müssten 
Wirtschaftlichkeitsreserven erschlossen werden. Danach könne über die
Finanzierung gesprochen werden.
Zu den notwendigen Strukturveränderungen zählen nach Ansicht des 
AOK-Vorsitzenden eine größere Vertragsfreiheit der Kassen mit den 
Kliniken und eine Neuregelung bei der Kostenübernahme von 
Medikamenten. "Es muss nicht sein, dass die Kassen Verträge mit allen
Krankenhäusern haben. Es würde reichen, wenn wir nur mit den Kliniken
kooperieren, die die beste Qualität nachweisen", sagte Ahrens. Auch 
könne es nicht sein, dass die Kassen jedes rezeptpflichtige 
Medikament bezahlten, obwohl ein anderes Medikament mit dem gleichen 
Wirkstoff sehr viel preiswerter sei.

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Telefon: 030/226 20 230

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