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Lausitzer Rundschau: Überraschende Belebung auf dem Arbeitsmarkt

    Cottbus (ots) - Die  jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt sind nicht nur eine ermutigende Botschaft für alle Arbeitnehmer. Die Nürnberger Statistik meint es auch gut mit der künftigen Bundesregierung. Der Arbeitsbeginn von Schwarz-Gelb fällt in eine Zeit der wirtschaftlichen Hoffnung. Das ist politisch sehr viel komfortabler, als es die zahllosen Katastrophenszenarien erwarten ließen. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten sind freilich auch eine Bestätigung des arbeitsmarktpolitischen Kurses der Vorgängerregierung. Offenbar haben selbst gestandene Ökonomen die segensreiche Wirkung der verlängerten Kurzarbeit unterschätzt und den festen Willen vieler Unternehmen, an ihrer Stammbelegschaft festzuhalten, wohl auch. Hinzu kommt, dass die Arbeitsagenturen bei der Vermittlung beweglicher geworden sind. Vor diesem Hintergrund wirken die arbeitsmarktpolitischen Ideen der FDP für die anstehenden Koalitionsverhandlungen reichlich deplatziert. Die Jobvermittlung der Arbeitsagenturen zu privatisieren, wäre ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Eine weitere Lockerung des Kündigungsschutzes taugt vornehmlich dazu, die Menschen zu verunsichern anstatt zusätzliche Beschäftigung zu schaffen. Und auch die Möglichkeiten der befristeten Einstellung sind schon jetzt sehr weit gefasst. Dass sich führende Wirtschaftsvertreter noch mehr davon wünschen, ist nicht verwunderlich. Klappern gehört zum Handwerk. Eine neue Bundesregierung muss dabei aber noch lange nicht mitmachen. Nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel soll es keine Aufweichung der bisherigen Arbeitsmarktpolitik geben. Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag wird am Ende zeigen, was ihr Versprechen wert war.

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