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Lausitzer Rundschau: HRE-Aktionäre können Aktien bis Mai an Bund verkaufen

Cottbus (ots)

Jetzt soll alles ganz schnell gehen. Bis zum
4.Mai will der Bund bei der Skandalbank Hypo Real Estate 
(HRE) das Sagen haben. Dafür macht er den Aktionären ein Angebot, das
sie nicht ablehnen können. Ein Sündenfall mit Turbolader.
Der Schritt stellt einen Tabubruch dar, er ist aber alternativlos. 
Würde die HRE dem freien Spiel der Märkte überlassen, würde ihr 
Zusammenbruch ein Finanzbeben ungeahnten Ausmaßes verursachen. Ein 
solches Beben muss mit allen Mitteln verhindert werden.
Natürlich werden viele Anleger nun zögern und auf ein eventuell 
besseres Angebot spekulieren. Vom Staat werden sie keines bekommen. 
Auch Großaktionär Flowers sollte seine Papiere abstoßen. Er hat sich 
verspekuliert. Wäre der Staat nicht mit Garantien eingesprungen, 
wären die Aktien überhaupt nichts mehr wert. Deswegen ist die nun 
gestellte Übernahmefrist eher ein Ultimatum. Denn am Ende droht die 
Enteignung. Flowers hat recht, wenn er sagt, dass ein solcher Schritt
das Image Deutschlands als Investitionsstandort ramponieren würde. 
Doch es wird nicht dazu kommen. Der Bund wird nach Erreichen der 
Mehrheit eine Kapitalerhöhung durchführen und so den Aktienanteil des
Großaktionärs bis zur Bedeutungslosigkeit verwässern.
Der neue Eigner muss nach der Übernahme weiter auf die Tube drücken 
und die Sanierung der ehemaligen Hypovereinsbank-Tochter 
vorantreiben. Vielleicht lässt sich durch den Umbau und den Verkauf 
einzelner Teile ja ein höherer Preis erzielen, als der, der nun 
fällig ist.
Der eigentliche Skandal ist und bleibt aber nicht die 
Verstaatlichung. Sondern die Tatsache, dass diejenigen, die die Bank 
vor die Wand gefahren haben, nicht zur Rechenschaft gezogen werden 
können.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

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