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Lausitzer Rundschau: Klimaakademie von Vattenfall an Lausitzer Schulen Geschickter Schachzug

    Cottbus (ots) - Was Vattenfall Europe an weiterführenden Schulen in der Lausitz veranstaltet, ist durchdacht und professionell gemacht. Bei den Schülern des Cottbuser Max-Steenbeck-Gymnasiums kam die Vattenfall-Klimaakademie mit Film, Klimaschutzbus und Quiz gut an. Gerade an der Eliteschule mit ihrem naturwissenschaftlichen Profil war damit auch zu rechnen. Nicht von ungefähr hat sich der Konzern gerade diese renommierte Einrichtung für den medienwirksamen Auftakt der Tour durch die Lausitzer Schullandschaft ausgesucht. Den Schwerpunkt Energieeffizienz im Alltag zu setzen, ist dabei nur scheinbar widersinnig. Ein Konzern, der vom Energieverkauf lebt und massiv Kunden verloren hat, sollte doch eigentlich nicht noch Tipps geben, wie möglichst wenig Energie verbraucht wird. Gerade dadurch aber kommt Vattenfall verantwortungsbewusst rüber, als glaubwürdiger Partner, der die viel beschworene Kooperation von Schule und Wirtschaft auch ernst nimmt und etwas dafür tut. Selbst entgegen den eigenen Wirtschaftsinteressen. Mit dem Hinweis auf diese doch so gute Sache können die Vattenfaller Kritik von Bündnisgrünen, Linken und Naturschutzverbänden bequem abwehren, die da behaupten, der Stromanbieter wolle nur weg vom Image des Dörfer-Abbaggerers, des Umweltzerstörers und Profiteurs. Was gerade die Naturschützer unter den Kritikern zusätzlich empören dürfte, was sie vielleicht sogar am meisten trifft, ist die Einsicht in die eigene Ohnmacht. Ein finanzstarker Konzern kann leisten, was sie selbst gern leisten würden: Sich mit dem Thema Klimaschutz öffentlichkeitswirksam zu profilieren. Wenn der Naturschutzbund Richtung Vattenfall wettert, mit der Klimaakademie werde der Bock zum Gärtner, ist das auch in diesem Sinn zu verstehen. Doch wenn der Bock gute Arbeit macht, kann man ihm schwer am Zeug flicken.

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