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Gewerkschaft der Polizei

Seit 30 Jahren an internationalen Polizeimissionen beteiligt: Über 9.000 deutsche Einsatzkräfte leisten wichtigen Beitrag in Krisengebieten

Seit 30 Jahren an internationalen Polizeimissionen beteiligt

Über 9.000 deutsche Einsatzkräfte leisten wichtigen Beitrag in Krisengebieten

Berlin. Seit drei Jahrzehnten engagiert sich die Bundesrepublik in internationalen Polizeimissionen und bilateralen Polizeiaufbauprojekten. Wie DEUTSCHE POLIZEI in der November-Ausgabe berichtet, wurden seit 1989 über 9.000 deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zum Aufbau rechtstaatlicher Strukturen in Krisengebiete entsendet. Politisch bestehe der Anspruch, dass sich Deutschland weiterhin, sogar vermehrt, an Polizeimissionen beteilige. Laut dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung werden Möglichkeiten erörtert, um dies auszubauen, etwa durch die Einrichtung eines Stellenpools für Auslandsverwendungen und Polizeimissionen. Dabei gehe es um Staaten, die durch Krieg, millionenfachen Mord, Vertreibung und Flucht sowie Hunger und Perspektivlosigkeit gekennzeichnet seien.

Deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind dem Bericht der Mitgliederzeitung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge gerade im internationalen Vergleich hervorragend motiviert, ausgebildet und ausgestattet. Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus und die damit teilweise verbundenen Flüchtlingsströme belegten die Notwendigkeit einer weiteren Beteiligung an internationalen Polizeimissionen. Der Bedarf an hochqualifizierten Führungskräften und Spezialisten werde also weiter wachsen. Gründe genug, erklären die Autoren, das Fachgebiet "Internationale Polizeiliche Beziehungen" (FG IPB) an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster-Hiltrup zu etablieren.

Vor dem Hintergrund der Globalisierung und damit einhergehender internationaler werdender Kriminalität steigt den Auslandseinsatzexperten die Bedeutung internationaler Polizeimissionen im Sinne einer "Vorfeldstrategie". Dies gelte auch vor dem Hintergrund des damit verbundenen Personal- und Finanzbedarfs in Zeiten starker nationaler Herausforderungen der polizeilichen Sicherheitskräfte. Damit stellt sich die Frage, ob die deutsche Beteiligung an diesen Polizeimissionen wirksam ist, und wie diese Wirksamkeit erzielt wird.

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der 
Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit rund 
190.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet 
der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.
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