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17.05.2010 – 16:03

Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB)

ots.Audio: VÖB-Frühjahrs-Pressekonferenz 2010: Interview mit VÖB-Präsident Christian Brand über Bankenregulierung, Mittelstandsfinanzierung und Bankenabgabe

Ein Audio

  • Halbjahres-PK.2010.VÖBInterview.MP3
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Berlin (ots)

Im Rückblick auf die Finanzkrise werden immer mehr Stimmen nach einer Neuregulierung des Bankensektors laut. Auf der diesjährigen Frühjahrs-Pressekonferenz der Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), hat VÖB-Präsident Christian Brand zu aktuellen Finanzmarktthemen Stellung genommen. Ob eine Regulierung des Bankensektors ausreicht, um eine Krise in Zukunft auszuschließen, und ob uns hierzulande eine Kreditklemme droht - darüber sprechen wir jetzt mit Christian Brand, dem Präsidenten des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands.

1. Kann alleine mit Regulierung des Bankenmarktes eine neue Finanzmarktkrise ausgeschlossen werden? (O-Ton 1): "Ich glaube, wir haben sehr viel in der Krise gelernt. Wir haben gesehen, dass sowohl unsere Wirtschaft als auch die Banken nicht genug Eigenkapital hatten, in Relation zu den Risiken, die sie eingegangen sind. Und gerade auf diesem Feld wird viel getan, und ich bin überzeugt, dass das zu stabileren Banken führen wird. Wir müssen jetzt schauen, dass wir mit Augenmaß und international abgestimmt Neuregulierung für die Banken durchsetzen." (32 Sek.)

2. Was kann aus Ihrer Sicht getan werden, um eine Kreditklemme zu verhindern? (O-Ton 2): "Das Erfreuliche ist, dass wir keine Kreditklemme haben. Das zeigen die Statistiken der Bundesbank und auch die praktische Erfahrung. Wir haben sehr viel Liquidität, die von der Europäischen Zentralbank zur Verfügung gestellt wird, und wir müssen gemeinsam schauen, dass wir jetzt im beginnenden Aufschwung unsere Kunden so begleiten, dass alle am Aufschwung partizipieren können. Wir haben durch den Bund und die Länder Hilfspakete, die über die Förderbanken rausgereicht werden. Da gibt es sehr viel mehr Angebot, als nachgefragt wird. Ich muss sagen, dass ich keine Kreditklemme am Horizont sehe." (40 Sek.)

3. Welche Rolle spielen die öffentlichen Banken für den Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft in Deutschland? (O-Ton 3): "Die Landesbanken sind die größten Finanziers des Mittelstandes in Deutschland. Mit gut 20 Prozent Marktanteil sind sie schlicht nicht wegzudenken, und sie zeigen in der Krise, dass sie nicht weglaufen aus ihrer Region, sondern den Kunden zur Verfügung stehen. Ich glaube, das ist sehr ermutigend." (19 Sek.)

4. Was halten Sie von der Einführung einer Bankenabgabe? (O-Ton 4): "Eine Bankenabgabe, die wirklich international einheitlich eingeführt wird, kann sehr hilfreich sein, wenn sie zur Stabilität des Systems eingesetzt wird. Wichtig ist mir, dass diese Abgabe aus den Erträgen der Banken abgeführt wird und nicht aus der Substanz der Banken, damit die Banken auch in der Substanz nachhaltig stabiler werden." (23 Sek.)

5. Dazu noch eine Nachfrage: Welche Folgen hätte eine Bankenabgabe, die aus der Substanz der Banken abgeführt wird? (O-Ton 5): "Damit würde das Eigenkapital der Banken reduziert werden und das würde dem Ziel, die Eigenkapitalbasis der Banken zu stärken, entgegen laufen." (9 Sek.)

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

RA Dr. Stephan Rabe
Pressesprecher

Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB
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10785 Berlin

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