GEA liefert technologische Grundlage für Bauers Schritt in die eigene Produktion der pflanzlichen Base
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Als am 16. Juli in Wasserburg am Inn die neue Produktionsanlage der Privatmolkerei Bauer eingeweiht wurde, drehte sich die öffentliche Debatte vor allem um Investitionen im ländlichen Raum und resiliente Lieferketten in Bayern. Weniger im Blick: die technische Seite dieser Resilienz. Bauer stellt die Base für seine pflanzlichen Joghurtalternativen künftig selbst her, statt sie zuzukaufen – möglich gemacht durch ein Schlüsselfertigprojekt, das GEA in nur anderthalb Jahren realisiert hat. Details dazu in der Pressemitteilung.
Diversifizierung der Molkereibranche
GEA liefert technologische Grundlage für Bauers Schritt in die eigene Produktion der pflanzlichen Base
- Schlüsselfertigprojekt in Wasserburg verbindet Rohstoffverarbeitung, Prozessdesign und Anlagenintegration
- GEA lieferte die wesentliche Prozesstechnik von der Rohstoffannahme bis zum fertigen pflanzlichen Konzentrat
- Zentrale Projektverantwortung ermöglicht die Umsetzung in einem besonders kurzen Zeitrahmen
Düsseldorf, 23. Juli 2026 – Am 16. Juli 2026 hat die Privatmolkerei Bauer in Wasserburg am Inn ihre neue Produktionsanlage mit Innovationszentrum eingeweiht; auch die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber war dabei. Damit trat ein Projekt ins Licht, an dem GEA seit rund anderthalb Jahren arbeitet: Der Technologiekonzern hat für Bauer die komplette Prozesstechnik zur Herstellung einer pflanzlichen Basis geliefert und realisiert – vom Rohstoffeingang bis zum fertigen Konzentrat, das Bauer künftig als Grundlage für seine pflanzlichen Produkte einsetzt. Die reguläre Produktion startet im August 2026.
Für GEA ist es das erste Projekt dieses Umfangs: Der Konzern hat den gesamten Weg von der Idee über die Verfahrensentwicklung bis zur betriebsbereiten Anlage aus einer Hand begleitet. Bauer stellt pflanzliche Joghurtalternativen bereits seit Längerem her, bezog die dafür nötige Sojabase bislang aber extern. Mit der neuen Anlage übernimmt die Molkerei diesen vorgelagerten Produktionsschritt künftig selbst. Das zeigt, wie Molkereien heute an eine zweite, pflanzliche Rohstofflinie herangehen: nicht als Zukauf, sondern als eigene industrielle Kompetenz, die sie selbst aufbauen. Die dafür nötige verfahrenstechnische Basis hat GEA geliefert.
Vom Silo bis zum Konzentrat: ein durchgängiger Scope
GEA verantwortete sämtliche Prozessschritte: Annahme und Lagerung der rohen Sojabohnen, Misch- und Mahltechnik, Feststoffabtrennung über Dekanter, thermische Inaktivierung mittels einer Erhitzungsanlage, Tanklager, Wasseraufbereitung sowie die zugehörigen CIP-Reinigungssysteme. Am Ende der Linie steht ein pflanzliches Konzentrat, das Bauer in den bestehenden Anlagen zu Joghurtalternativen weiterverarbeitet. GEA begleitete das Projekt zudem von den ersten Machbarkeitstests an und unterstützte auch bei der Gebäudeplanung – möglich machte das ein langjähriges Vertrauensverhältnis zwischen beiden Unternehmen.
Die schnelle Projektumsetzung konnte nur gelingen, weil GEA die Schnittstellen im Projekt minimierte: GEA trat als Generalunternehmer auf und bündelte mehrere Kompetenzteams, unter anderem die Milchverarbeitungsexperten aus München sowie aus den Prozess-Testzentren in Ahaus und Oelde, unter einer Projektverantwortung. Bauer beauftragte GEA im Mai 2025, im Januar 2026 begann die Montage, und im August 2026 folgt bereits die erste Charge. Die ersten Verfahrenskonzepte und Leistungsdaten erarbeitete und sicherte GEA zuvor in genau diesen Testzentren ab – nach demselben Prinzip, das der Konzern bereits bei vergleichbaren Projekten für Molkereien und Getränkehersteller in Europa und Übersee angewendet hat.
„Projekte wie dieses zeigen, warum wir Plant-Based als strategisches Wachstumsfeld für GEA verstehen“, sagt GEA-Projektleiter Michael Klamt. „Dass wir Bauer von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur betriebsbereiten Anlage aus einer Hand begleiten konnten, war die Voraussetzung dafür, einen so ambitionierten Zeitplan zuverlässig zu halten – und ein Beleg dafür, dass sich unsere Investitionen in die Testzentren in Ahaus und Oelde auszahlen.“
Auf Bauer-Seite fällt die erste Bilanz nach eigener Aussage positiv aus. „Weil GEA Versuche, Prozessauslegung, Engineering und Umsetzung aus einer Hand zusammengeführt hat, ließ sich unser Projekt auf der Überholspur realisieren“, sagt Sebastian Bodmeier, Technische Projektleitung bei der Privatmolkerei Bauer. „Wir hatten einen Ansprechpartner für die komplette Prozesskette – das hat uns in jeder Projektphase Zeit gespart, ohne dass wir bei der Qualität Kompromisse eingehen mussten.“
Ein wachsendes Feld für GEA – mit langjähriger Erfahrung
Das Projekt für Bauer reiht sich in eine über viele Jahre gewachsene Projekterfahrung von GEA im Plant-Based-Bereich ein. Der Technologiekonzern liefert seit Langem Prozesslösungen für die Gewinnung von Basen aus Hafer, Reis, Soja und weiteren pflanzlichen Rohstoffen – für Molkereien ebenso wie für spezialisierte Start-ups, in Deutschland wie international. Der Auftrag von Bauer zeigt, dass dieses Know-how nun auch etablierte deutsche Molkereien nutzen, um eigene pflanzliche Wertschöpfung aufzubauen, statt auf zugekaufte Basiszutaten zurückzugreifen.
Dass dahinter mehr steckt als ein neuer Produktionsschritt, zeigte sich schon vor der offiziellen Einweihung: Auf dem OMR-Festival Anfang Mai 2026 in Hamburg ließ Bauer ein breites Publikum erstmals „Bauer KFYR Pflanzlich“ probieren, einen pflanzenbasierten Kefir-Drink. Den Prozess entwickelten und validierten GEA-Teams aus den Testzentren Ahaus und Oelde mit. Nun schafft Bauer mit der Anlage und dem Innovationszentrum in Wasserburg die Grundlage, um solche Produkte künftig selbst voranzutreiben. Damit war schon Monate vor der Einweihung ein marktfähiges Produkt verfügbar.
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Über GEA GEA ist weltweit einer der größten Systemanbieter für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Der 1881 gegründete und international tätige Technologiekonzern fokussiert sich dabei auf Maschinen und Anlagen sowie auf anspruchsvolle Prozesstechnik, Komponenten und umfassende Service-Dienstleistungen. So wird beispielsweise jeder zweite Pharmaseparator für essenzielle Gesundheitsprodukte wie Impfstoffe oder neuartige Biopharmazeutika von GEA hergestellt. Im Lebensmittelbereich wird jede vierte Nudelpackung oder jedes dritte Hähnchen-Nugget mit Technologie von GEA verarbeitet.
Mit mehr als 18.000 Beschäftigten erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2025 in über 150 Ländern einen Umsatz von rund 5,5 Mrd. EUR. Weltweit verbessern die Anlagen, Prozesse und Komponenten von GEA die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion von Kunden. Sie tragen erheblich dazu bei, den CO2-Ausstoß, den Einsatz von Plastik und Lebensmittelabfall zu reduzieren. Dadurch leistet GEA einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft, ganz im Sinne des Unternehmensleitbildes: „Engineering for a better world“.
GEA ist im DAX und im STOXX® Europe 600 Index notiert und ist darüber hinaus Bestandteil der führenden Nachhaltigkeitsindizes DAX 50 ESG, MSCI Global Sustainability sowie Dow Jones Best-in-Class World und Best-in-Class Europe.
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Über GEA Foundation Die GEA Foundation, 2025 von der GEA Group gegründet, unterstützt globale und lokale Projekte in den Bereichen MINT-Bildung, Kinderarmutsbekämpfung, Infrastrukturzugang und Katastrophenhilfe. Im Rahmen der Mission 30-Strategie verpflichtet sich GEA, ein Prozent des jährlichen Konzernergebnisses für den Aufbau resilienter Gemeinschaften zu spenden.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter gea.com/foundation
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