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Medien-Info: Tarifverhandlungen in der ARD: ver.di-Streiks gegen Verschleppung der Verhandlung und für Tariferhöhung um sieben Prozent oder mindestens 300 Euro pro Monat

Tarifverhandlungen in der ARD: ver.di-Streiks gegen Verschleppung der Verhandlung und für Tariferhöhung um sieben Prozent oder mindestens 300 Euro pro Monat

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Donnerstag (30. April 2026) in den ARD-Sendern NDR, WDR, BR zum gemeinsamen Streik auf. In diesen Rundfunkanstalten sind die Tarifverträge zu Gehalt und Honoraren zu Ende Januar 2026 gekündigt worden, doch die jeweiligen Verhandlungen sind immer noch ergebnislos geblieben. Die Forderung von ver.di, die Tarifgehälter und Honorare um sieben Prozent, mindestens aber um 300 Euro und für Auszubildende um mindestens 200 Euro monatlich zu erhöhen, sind bisher mit Angeboten für dreijährige Laufzeiten und jeweiligen Erhöhungen in den Jahren zwischen 0 bis 2 Prozent beantwortet worden. Dies würde Erhöhungen weit unter den aktuellen und erwartbaren Inflationsraten bedeuten. Doch auch solche Angebote stellen die Sender noch unter aufschiebende Bedingungen und stellen finanziell und rechtlich nachteilige Gegenforderungen auf.

„Die Tarifverhandelnden der ARD-Sender stehen auf der Bremse und tragen damit zur Eskalation der Tarifauseinandersetzung bei“, sagte Christoph Schmitz-Dethlefsen, für Medien zuständig im ver.di-Bundesvorstand. „Statt zielgerichtet über faire Tariflösungen zu verhandeln, wird taktiert; es werden Termine verschleppt, mit Angeboten weit unter dem Machbaren der Fortgang der Gespräche ausgebremst und sogar noch mit Gegenforderungen in ungekündigten Tarifverträgen aufgewartet. Sehr verständlich, dass dies zu Verärgerung und Streikwillen der Rundfunk-Beschäftigten führt. Für ein gutes Rundfunkprogramm braucht es ein gutes Arbeitsklima und mehr Schulterschluss zwischen Senderleitungen sowie den Medienschaffenden in Redaktionen, Technik und Verwaltungen. Höchste Zeit dafür - und damit auch die Zeichen in den Tarifverhandlungen auf Einigungsbereitschaft zu setzen.“

Nächste Verhandlungstermine sind im NDR am 19. Mai 2026, im BR am 22. Mai 2026 und im WDR am 9. Juni 2026

Für Rückfragen: Matthias von Fintel, 0175.438.44.50

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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