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Medien-Info: Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di weitet Warnstreiks am Mittwoch aus

Tarifrunde Deutsche Telekom: ver.di weitet Warnstreiks am Mittwoch aus – rund 3.000 Streikende am Dienstag im Norden und Osten Deutschlands

In der Tarifrunde Deutsche Telekom weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre am heutigen Dienstag im Norden und Osten Deutschlands begonnenen vollschichtigen Warnstreiks am morgigen Mittwoch (28. April 2026) auf weitere Gebiete im Bundesgebiet aus, nachdem die zweite Tarifverhandlungsrunde am gestrigen Montag enttäuschend verlaufen und ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen war.

„Mehr als 3.000 Kolleginnen und Kollegen aus dem Norden und Osten Deutschlands haben sich heute an den Warnstreiks beteiligt. Das war ein guter Auftakt“, sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Betroffen waren Standorte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Für den morgigen Mittwoch sehen die Planungen vor, den Warnstreik in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchzuführen. Vom Streik betroffen seien mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns, so Röckert. „Aufgrund der Warnstreiks kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen. Gewisse Einschränkungen für Kundinnen und Kunden der Telekom lassen sich nicht vermeiden – uns geht es aber in erster Linie darum, ein Signal an die Arbeitgeber zu senden, in den Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“

„Die Arbeitgeber sind bislang überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingegangen und haben kein Angebot eingebracht. Deshalb bauen nun die Beschäftigten mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber auf“, so Röckert weiter. Die Arbeitgeber seien gut beraten, die Forderungen der Beschäftigten ernst zu nehmen.

ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr.

Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen.

Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11./12. Mai 2026 angesetzt.

Für Rückfragen: Pascal Röckert (ver.di-Arbeitskampfleiter), 0175.296.53.88

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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