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Medien-Info: Tarifeinigung bei den Sana-Kliniken: 6,5 Prozent mehr Geld und weitere Verbesserungen

Tarifeinigung bei den Sana-Kliniken: 6,5 Prozent mehr Geld und weitere Verbesserungen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat beim Klinikbetreiber Sana Lohnerhöhungen von insgesamt 6,5 Prozent durchgesetzt. In der Nacht zum Freitag einigten sich beide Seiten in Berlin auf höhere Löhne für die rund 8.000 Beschäftigten in 17 Kliniken, die unter den Sana-Konzerntarifvertrag fallen. „Die Beschäftigten etlicher Sana-Kliniken haben in den vergangenen Wochen mit eindrucksvollen Aktionen und Warnstreiks für ein gutes Tarifergebnis Druck gemacht“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Das hat in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung ermöglicht, die sich sehen lassen kann.“

Laut der Einigung werden die Entgelte ab April 2026 um 3,0 Prozent, mindestens jedoch um 120 Euro monatlich angehoben. Im Juni 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro, und ab Februar 2028 um weitere 1,0 Prozent. „Der Mindestbetrag von insgesamt 220 Euro kommt vor allem den Beschäftigten in den unteren und mittleren Entgeltgruppen zugute, die von stark gestiegenen Preisen besonders betroffen sind“, erläuterte Bühler. „Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Preissteigerungen bei Benzin und Energie ist das sehr wichtig, um die Kaufkraft der Kolleginnen und Kollegen zu sichern.“ Die Ausbildungsvergütungen steigen schrittweise um insgesamt 150 Euro monatlich. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 27 Monate bis zum 31. März 2028.

Hinzu kommen höhere Zuschläge für Arbeit an Sonn- und Feiertagen sowie für die stark belastende Arbeit in der Nacht. Neu eingeführt wird ein Samstagzuschlag zwischen 6 und 20 Uhr, von dem viele Beschäftigtengruppen profitieren. „Dass nun auch die Samstagarbeit besonders honoriert wird, ist ein wichtiger Fortschritt“, sagte Bühler.

Für die Reha-Kliniken ist die Einführung einer Jahressonderzahlung gelungen, die in kommenden Tarifrunden weiter auf das Niveau der Akutkliniken angehoben werden soll. „Wer ab 2027 die neue Pflegefachassistenzausbildung aufnimmt, erhält dieselbe Vergütung wie Auszubildende zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau“, sagte die Gewerkschafterin. „Damit setzt Sana ein richtig gutes Zeichen in Sachen Ausbildung und Anerkennung.“

Die ver.di-Mitglieder bei Sana werden nun bis zum 29. April 2026 zum Tarifkompromiss befragt. Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt die Annahme der Tarifeinigung und wird auf Grundlage der Befragung endgültig über das Tarifergebnis entscheiden.

Für Rückfragen:

Anna Leona Gerhardt (ver.di-Verhandlungsführerin), 0160-6983299

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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