Alle Storys
Folgen
Keine Story von ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft mehr verpassen.

ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Medien-Info: Tarifverhandlungen Autobahn: Auch die zweite Runde endet ergebnislos – ver.di fordert Arbeitgeber zu seriösem Angebot auf – Warnstreiks möglich

Tarifverhandlungen Autobahn: Auch die zweite Runde endet ergebnislos – ver.di fordert Arbeitgeber zu seriösem Angebot auf – Warnstreiks möglich

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Autobahn GmbH des Bundes ist am Freitag ergebnislos geendet. ver.di wies das Angebot des Arbeitgebers, der erstmals einen Vorschlag zur Entgelterhöhung vorlegte, als bei Weitem nicht ausreichend zurück. „Wir haben zwar endlich eine konkrete Antwort auf unsere Forderungen bekommen – aber das Angebot ist viel zu niedrig und so nicht verhandelbar“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Oliver Bandosz.

ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt für die rund 15.000 Beschäftigten der bundeseigenen Gesellschaft, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

Die Autobahn GmbH bot jetzt eine fast zweieinhalbmal so lange Laufzeit von 29 Monaten an, in der mit drei Erhöhungsschritten erst im Jahr 2028 insgesamt sieben Prozent mehr Gehalt erreicht werden soll. Eine Mindesterhöhung für die unteren Lohngruppen wurde komplett abgelehnt. Auch die Kopplung des Haustarifvertrags der Autobahn GmbH an den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst soll laut Arbeitgeber aufgegeben werden. „Das ist in keiner Weise akzeptabel“, erklärte Verhandlungsführer Bandosz.

Der Gewerkschafter wies darauf hin, dass die Autobahn GmbH vor riesigen Aufgaben stehe und auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen sei. „Die kommen und bleiben aber nur dann, wenn Bezahlung und Arbeitsbedingungen stimmen.“ Schon jetzt seien rund tausend Stellen unbesetzt.

Die Gewerkschaft werde den enttäuschenden Verhandlungsstand mit den Beschäftigten nun rückkoppeln und über weitere Schritte entscheiden. „Wir werden auch über Arbeitskampfmaßnahmen sprechen – offenbar muss der Druck auf die Autobahn GmbH deutlich steigen, damit wir endlich in seriöse Verhandlungen eintreten können.“

V.i.S.d.P.

Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
Weitere Storys: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Weitere Storys: ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft