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ver.di-Medien-Info: ver.di kritisiert Vorschläge zur Reform des Rettungsdienstes

Ver.di kritisiert Vorschläge zur Reform des Rettungsdienstes

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert Vorschläge der Regierungskommission zur Reform des Rettungsdienstes. „Zwar ist angesichts des Flickenteppichs unterschiedlicher Zuständigkeiten und Vorgaben unstrittig, dass die Notfallversorgung grundlegend reformiert und vereinheitlicht werden muss“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Allerdings muss die flächendeckende Notfallversorgung mit der Reform erhalten und verbessert werden.“

Die Gewerkschafterin warnte davor, die Zahl der Rettungsstellen von etwa 240 auf 80 zu reduzieren. „Eine bessere und digitale Vernetzung ist selbstverständlich sinnvoll, doch diese ersetzt keine Rettungsstelle. Wenn es um Menschenleben geht, darf nicht gespart werden.“ Entscheidend für eine gute Versorgung seien bedarfsgerechte und bundesweit einheitliche Personalvorgaben. „Wie viele Beschäftigte mit welcher Qualifikation im Dienst sind, muss sich nach dem Versorgungsbedarf richten. Die Retterinnen und Retter haben gute Arbeitsbedingungen verdient“, betonte Bühler.

ver.di fordert zudem, dass weiterhin die tatsächlichen Kosten des Rettungsdienstes vollständig durch die Krankenkassen und die öffentliche Hand refinanziert werden. „Der vorgeschlagene Finanzierungsmix aus Vorhaltepauschalen und Leistungsanteil würde das Prinzip der Selbstkostendeckung aufweichen. Das wäre das Gegenteil der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach propagierten Entökonomisierung des Gesundheitswesens.“

V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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